Finanzlexikon: Börse von A - Z

A

Aktie
Eine Aktie (engl. share) ist ein Wertpapier, das den Anteil an einer Aktiengesellschaft oder ein Kommanditgesellschaft auf Aktien verbrieft.
Aktienfonds
Investmentfonds mit überwiegender oder vollständiger Investition in Aktien.
Aktiengesellschaft (AG)
Unternehmensform, bei der das Stammkapital in Aktien aufgeteilt ist. Die Aktionäre sind die Eigentümer der Gesellschaft.
Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl für die Entwicklung von ausgewählten Aktienkursen. Der bekannteste Deutsche Aktienindex ist der DAX.
Aktienoptionen
Wertpapiere, welche es dem Inhaber erlauben, Aktien eines Unternehmens zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.
Aktiensplit
Maßnahme, durch die eine Aktiengesellschaft den Nennwert der Aktien herabsetzt oder die Anzahl der ausgegebenen Aktien erhöht, um den Kurs einer börsennotierten Aktie zu reduzieren und die Aktie damit leichter handelbar zu machen.
Aktionär
Eigentümer von Aktien, somit Miteigentümer des Unternehmens.
Aktiva
Vermögenswerte eines Unternehmens, die in der Bilanz nach Liquidität geordnet auf der linken Seite aufgeführt werden.
American Stock Exchange AMEX
Amerikanische Aktienbörse in New York, die zweitgrößte nach der New York Stock Exchange NYSE
Amerikanische Option
Spezielle Art von Optionen mit der Besonderheit, dass sie jederzeit während der Laufzeit ausgeübt werden können. Gegenteil sind die europäischen Optionen, welche nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden können.
Analysten-Rating
Handelsempfehlungen für Wertpapiere, basierend auf umfangreichen Betrachtungen, die ein Wertpapieranalyst durchführt.
Als Anlageklassen bezeichnet man im Finanzwesen eine Gruppe von Finanzprodudkten, die aufgrund gemeinsamer Merkmale zusammengefasst werden können. Z.B. Immobilien oder Aktien.
Anlagestrategie
Regelwerk aus verschiedenen Maßnahmen, in welchen Märkten zu welchen Kursen Positionen zu eröffnen und zu schließen sind. Grundlage von erfolgreichem Trading
Anlagevermögen
Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände eines Unternehmens, welche zum langfristigen Verbleib im Unternehmen bestimmt sind, z.B. Grundstücke und Gebäude oder Technische Anlagen und Maschinen.
Anleihe
Klassisches Mittel für Unternehmen zur Beschaffung von Fremdkapital. Sie verbriefen einen Rückzahlungsanspruch und Zinszahlungen in bestimmter Höhe als Entgelt für die Überlassung des Kapitals.
Arbitrage
Börsengeschäfte, die durch Kurs-, Preis- oder Zinsunterschiede zwischen verschiedenen Märkten zum Gewinn führen.
Assett Allocation
Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Investmentarten (Anlageklassen, Währungen, Regionen).
Aufgeld
Meist ein in Prozent ausgedrückter Wert, um den z.B. der Ausgabekurs eines Wertpapiers über einem bestimmten Normpreis, in der Regel dem Nennwert liegt.
Ausgabeaufschlag (AGIO)
Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt. Sie wird üblicherweise als Prozentsatz auf der Basis des Rücknahmepreises angegeben.

B

Bären, Bearish, Bären-Markt
Einstellung eines Anlegers, der mit fallenden/sinkenden Kursen rechnet.
Börse
Regelmäßig stattfindender Markt für Wertpapiere, Devisen und vertretbare Waren, für die nach bestimmten festen Bräuchen Preise ausgehandelt werden. Die größte deutsche Börse ist die Frankfurter Wertpapier Börse.
Börsentrend
Ein Börsentrend ist die übergeordnete Richtung, in die sich die Kurse bewegen. Anleger und Investoren treffen diesbezüglich ihre Investitionsentscheidungen.
Baisse
Phase an der Börse, in der fallende/sinkende Kurse zu verzeichnen sind.
Balkenchart
Auch Barchart genannt. Methode der Chartanalyse. Ein Balkenchart gibt bestimmte Kurse in einer speziellen grafischen Form dar. Diese optische Darstellung wird zur Analyse genutzt.
Basispreis
Der bei Abschluss eines Optionsgeschäftes vereinbarte Preis, zu dem der Käufer bzw. Verkäufer einer Option den zugrundeliegenden Gegenstand bis zum Optionstermin von seinem Kontrahenten kaufen bzw. an ihn verkaufen kann.
Bestens
Unlimitierter Verkaufsauftrag: Das heißt, das Wertpapier soll zum nächsten an der Börse zustande kommenden Kurs verkauft werden.
Bezugsrecht
Das dem Aktionär zustehende Recht, bei einer Kapitalerhöhung einen seinem Anteil am bisherigen Grundkapital entsprechenden Anteil der neuen Aktien (jungen Aktien) zu beziehen. Quasi der Wertausgleich im Rahmen einer Kapitalerhöhung, damit der Aktionär nicht schlechter gestellt wird.
Bezugsverhältnis
Das Bezugsverhältnis ist im Finanzwesen entweder auf dem Aktienmarkt die Relation zwischen alten Aktien und jungen Aktien desselben Emittenten oder gibt bei Optionen an, wie viele Optionen oder Optionsscheine ausgeübt werden müssen, um eine Einheit des Basiswertes zu kaufen oder zu verkaufen.
Billigst
Kauforder, bei der kein Limit erteilt wird und der Käufer somit bereit ist, eine Ausführung zu jedem am Markt gerade erhältlichen Kurs zu akzeptieren. Gegenteil von Bestens.
Black-Scholes-Modell
Das Black-Scholes-Modell ist ein finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen, welches von Fischer Black und Samuel Scholes 1973 veröffentlicht wurde.
Blue Chip
Bezeichnung für erstklassige Wertpapiere, Spitzenwerte an der Börse.
Bollinger Band
Ein Verfahren zur Chartanalyse, welches auf der Normalverteilung basierend davon ausgeht, dass aktuelle Kurse eines Wertpapiers mit höherer Wahrscheinlichkeit in der Nähe des Mittelwertes vergangener Kurse liegen, als weit davon entfernt.
Bonds
Festverzinsliche Wertpapiere, auch Rentenpapiere genannt.
Bonität
Die Bonität bezeichnet in der Finanzwirtschaft die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Person und gibt Auskunft über die Fähigkeit des Wirtschaftssubjektes, die aufgenommenen Schulden zurückzahlen zu können.
Briefkurs
Der Briefkurs (engl. ask, offer, rate) ist der Börsenkurs, zu welchem Finanzinstrumente oder Finanzprodukte von einem Wirtschaftssubjekt angeboten werden. Es ist der niedrigste Preis, zu dem jemand bereit ist zu verkaufen.
Broker
Wertpapierdienstleistungs- bzw. Handelsunternehmen. Wertpapiermakler, die auch Privatkundschaft haben und nicht nur Wertpapieraufträge ausführen, sondern auch Beratungs- und Finanzdienstleistunge anbieten.
Bulle, Bullish, Bullenmarkt
Einstellung eines Anlegers, der mit steigenden Kursen rechnet.

C

Call
Eine Kaufoption (Call) gewährt dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, einen bestimmten Basiswert zu vorher festgelegten Konditionen erwerben zu können.
CFD
CFDs (Contracts for Difference) sind Derivate, die nicht auf dem Preis des Basiswertes beruhen, sondern auf der Differenz zwischen Geld- und Briefkursen aufbauen. Sie bilden somit die Kursbewegung genau ab, bieten aber den Vorteil, dass mit einem Bruchteil des Kapitals Aktien, Indizes usw. gehandelt werden können.
Chart
Ein Chart ist die graphische Darstellung von Kursverläufen einzelnder Aktien oder Indizes. Je nach Beobachtungszeitraum werden Tageszahlen oder längerfristige Datenreihen optisch leicht überschaubar dargestellt.
Chartanalyse
Auch Technische Analyse genannt. Sie untersucht die Kurs- und Umsatzhistorie des Basiswertes mit dem Ziel, den Verlauf zu bewerten, d.h. die Wahrscheinlichkeiten verschiedener Szenarien der weiteren Kursentwicklung einzuschätzen und dadurch günstige Kauf- und Verkaufszeitpunkte zu ermitteln.
Cost Average Effekt
Zu Deutsch Durchschnittskosteneffekt, welcher bei einem Sparplan zu höheren Renditen führen kann. Der Effekt basiert darauf, dass bei regelmässigen Käufen in Phasen von niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und in Phasen von hohen Kursen automatisch weniger Anteile gekauft werden. Langfristig erzielt man damit einen besseren Durchschnittskurs.
Courtage
Vermittlerprovision des Maklers bei Abschluss des Börsengeschäftes. Sie wird in der Regel in Promille des Kurswertes berechnet.

D

DAX
Deutscher Aktienindex, welcher die 30 grössten deutschen Standardwerte umfasst.
Delta
Das Delta ist eine Sensitivtätskennzahl, die angibt, welchen Einfluss der Preis des Basiswertes auf den Wert der Option hat. Das Delta ist mathematisch die erste Ableitung des Optionspreises nach dem Preis des Basiswertes. So bedeutet ein Delta von 0,5, dass eine Veränderung des Basiswertes um 1 € eine Veränderung des Optionspreise von 0,50 € hervorruft.
Depot
Ein Wertpapierdepot ist ein Konto, über welches der Handel von Wertpapieren abgewickelt wird. Privatanleger, die mit Wertpapieren handeln möchten, können ein Wertpapierdepot bei Banken oder anderen Finanzdienstleistern wie Online-Brokern eröffnen.
Depotgebühr
Die Gebühr, die von Banken für die Führung und Verwaltung eines Depots erhoben wird, nennt man Depotgebühr. Gebühren, die eine Bank für das Depot berechnet.
Derivat
Ein Derivat ist Finanzinstrument. Es funktioniert wie ein Vertrag zwischen zwei Parteien, der festlegt, dass ein bestimmter Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem im Voraus vereinbarten Preis gekauft werden kann oder muss.
Disagio
Disagio heißt der Abschlag, der vom Nennwert eines bestimmten Betrages einbehalten wird.
Discount-Broker
Discount-Broker bieten in der Regel niedrigere Gebühren und Aufschläge im Wertpapierhandel als Filialbanken. Dafür bieten sie in der Regel keine Beratungs- und andere Dienstleistungen an.
Diversifikation
Auch Diversifizierung. Eine Strategie zur Risikominimierung, in dem Investitonen auf mehrere Anlageformen gestreut werden.
Dividende
Als Dividende wird der Teil des Gewinns eines Unternehmens bezeichnet, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Dividendenrendite
Die Dividendenrendite setzt die ausgeschüttete Dividende zum aktuellen Börsenkurs einer Aktie ins Verhältnis. Sie wird in Prozent angegeben und gibt dem Aktionär darüber Auskunft, wie Aktien verzinst werden.
Dow Jones Index
Amerikanischer Aktienindex, welcher die Kursverläufe der 30 grössten US-Werte in einem Index zusammenfasst.

E

Effektivverzinsung
Die Effektivverzinsung gibt die reale Verzinsung eines Investments oder Kredits an, nach Abzug aller Nebenkosten wie Agio oder anderen Gebühren. Das Gegenstück ist der Nominalzins.
Emission
Eine Emission bezeichnet den Prozess des Auf-den-Markt-Bringens von Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen.
Eröffnungskurs
Erster festgestellter Kurs nach Eröffnung des Börsenhandels.
ETF
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index, wei beispielsweise des DAX, abbildet. Im Kern vereinen ETFs die Vorteile von Aktien und Fonds in einem Produkt.

F

Festgeld
Feste Geldanlage mit einem bestimmten Zinssatz und einer definierten Laufzeit.
Festverzinsliche Wertpapiere
Anlagen mit einer festen Laufzeit, die Ihnen regelmäßig Zinsen bringen. Das können zum Beispiel Anleihen, Rentenpapiere oder Schuldverschreibungen sein. Die Höhe der Zinsen ist vom Herausgeber des Wertpapiers, dem Emittenten, vorher festgelegt.
Fibonacci Zahlen
Die Fibonacci-Folge ist eine unendliche Folge von Zahlen, bei der sich die jeweils folgende Zahl durch Addition ihrer beiden vorherigen Zahlen ergibt: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 usw.
Fonds
Auch Investmentfonds genannt. Ein Investmentfonds ist ein von einer Kapitalgesellschaft (Investmentgesellschaft) verwaltetes Sondervermögen, das in Wertgegenständen wie Aktien, Anleihen (Renten), Immobilien, Rohstoffen und/oder Derivaten angelegt wird.
Fundamental-analyse
Die Fundamentalanalyse ist eine Finanzanalyse, die aus Unternehmensdaten betriebswirtschaftliche Kennzahlen ableitet und untersucht, um den angemessenen Börsenkurs von Wertpapieren zu ermitteln. Ihr Gegenstück ist die Chartanalyse.
Futures
Futures sind Termingeschäfte, bei denen sich ein Verkäufer dazu verpflichtet, eine Ware oder einen Vermögenswert zu einem vorab vereinbarten Termin und Preis an den Käufer zu liefern.

G

Gamma
Das Gamma gibt die Veränderung des Deltas an, wenn sich der Preis des Basiswertes um eine Einheit verändert.
Geldkurs
Als Geldkurs bezeichnet man den Kurs, zu dem Verkäufer bereit sind, Wertpapiere zu kaufen. Der Geldkurs zeigt also den Kurs einer Nachfrage auf.
Geldmarkt
Geldmarkt im makroökonmischen Sinn: Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach Geld zwischen Banken und Nichtbanken.
Geschlossener Immobilienfonds
Ein geschlossener Immobilienfonds ist eine Gesellschaft von Anlegern, die langjährig mit Investitionen in Immobilien Geld verdienen will. Der Kauf der Fondsobjekte wird mit Anlegergeld und Bankkrediten finanziert. Sobald der Fonds bei Anlegern genügend Eigenkapital eingesammelt hat, wird er geschlossen.
Gewinn
Ergebnis der Guv. Wird berechnet aus Erträgen - Aufwendungen. In der Betriebswirtschaftslehre Umsatz - Kosten.
Gewinnmitnahme
Erklärungsansatz für fallende Kurse, die nicht durch einen äußeren Anlasse erklärt werden können.
Glattstellung
Die Auflösung eines eingegangen Börsengeschäftes durch Verkauf der Position.

H

Hauptversammlung
Gesetzliches Organ der Aktiengesellschaft. Versammlung der Aktionäre, in der sie ihre Rechte in Angelegenheiten der AG ausüben.
Hausse
Zeitraum oder Periode, in der steigende Börsenkurse zu verzeichnen sind.
Hebel
Der Hebel ist eine Kennzahl von Optionen und Optionsscheinen und gibt das Verhältnis an, in dem der Optionsschein die Kursbewegung des Basiswertes nachvollzieht.
Hedges-Fonds
Im Finanzwesen aktiv verwaltete Investmentfonds, deren Geschäftszweck in alternativen Investments besteht und die deshalb höhere Finanzrisiken eingehen als klassische Investmentfonds.

I

Immobilien-Fonds
Investmentfonds, deren Anlageschwerpunkt zu großen Teilen oder gänzlich in der Anlageklasse Immobilien liegt.
Implizite Volatilität
Die implizite Volatilität ist eine finanzmathematische Kennzahl für Optionen und andere derivative Finanzinstrumente mit Optionskomponente. Sie stellt die Schwankungsbreite des Basiswertes innerhalb des Kurses während der Restlaufzeit der Option.
Index-Fonds
Synonym für ETF. Siehe ETF.
Inflation
Verlust der Kaufkraft von Geld im Lauf der Zeit. Wird gemessen in Prozent und jedes Jahr vom statistischen Bundesamt veröffentlicht.
Innerer Wert
Der innere Wert gibt in der Finanzanalyse, insbesondere der Fundamentalanalyse, den rechnerischen Wert eines Unternehmens oder eines Finanzinstrumentes an, der diesen auf Grund von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen beigemessen wird.
Intraday-Handel
Bezeichnet das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren innerhalb eines einzigen Handelstages. Ziel ist es, die börsentägliche Schwankung eines Kurses auszunutzen.
Investmentfonds
Ein Investmentfonds ist ein von einer Kapitalgesellschaft (Investmentgesellschaft) verwaltetes Sondervermögen, das in Wertgegenständen wie Aktien, Anleihen (Renten), Immobilien, Rohstoffen und/oder Derivaten angelegt wird.

J

Junge Aktien
Junge Aktien sind im Aktienmarkt jene Aktien, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung von einer Aktiengesellschaft ausgegeben werden.

K

Kapitalertragssteuer
Seit 2009 gibt es für die Einnahmen aus Kapitalerträgen einen einheitlichen Steuersatz. Dieser beträgt aktuell 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Grundsätzlich werden jegliche Kapitalerträge besteuert, die den Freibetrag übersteigen.
KBV
Das Kurs-Buch-Verhältnis KBV einer Aktie gibt das Verhältnis des Kurses zum anteiligen Buchwert an. Je niedriger das KBV einer Aktie ist, desto günstiger ist das betreffende Unternehmen bewertet.
KGV
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV stellt den aktuellen Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie. Das KGV gibt also an, mit dem Wievielfachen des auf sie entfallenden Gewinns eine Aktie aktuell bewertet wird.
Kontrakt
Vertrag, beispielsweise im Rahmen des Handels mit Optionen, mit bestimmten, häufig standardisierten Merkmalen, der beiden Vertragsparteien bestimmte Rechte und Pflichten einräumt.
Kurs
Der Kurs einer Aktie bezeichnet den Preis des Wertpapiers im amtlichen Handel.

L

Laufzeit
Die Laufzeit einer Option bezeichnet den Zeitraum zwischen dem aktuellen Datum und dem Tag, an dem die Option zuletzt ausgeübt werden kann.
Leerverkauf
Leerverkauf (engl. short selling) ist im Bank- und Finanzwesen ein Verkauf von Basiswerten, die der Verkäufer nicht besitzt, sondern für eine bestimmte Zeit geliehen hat.
Leverage
Hebelwirkung, durch die sich eingesetztes Kapital infolge einer eintretenden Entwicklung überproportional verändert.
Limit
Als Limit gilt der maximale Kurs, zu dem eine Wertpapierorder vom Makler ausgeführt werden darf..
Linienchart
Beim Linienchart werden nur die fortlaufenden Schlusskurse eines Wertpapiers im Zeitablauf dargestellt.
Long-Position
Positionen, die durch den Kauf eines Kontraktes oder Basiswertes entstehen. Das Gegenteil ist die Short-Position.

M

MACD
Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist ein trendfolgender technischer Indikator. Er berechnet sich sich aus der Differenz zweier exponentiell gleitender Durchschnitte.
Margin
Im Handel ist die Margin der Betrag, der zur Eröffnung und Aufrechterhaltung einer gehebelten Position erforderlich ist.
Maximaler Verlust
Der maximale Verlust (engl. maximum drawdown) bezeichnet den stärksten Wertrückgang, den ein Fonds oder Index während eines bestimmten Zeitraums in der Vergangenheit verzeichnet hat.
Mindestanlage
Eine Mindestanlage ist derjenige Betrag, den ein Anleger mindestens aufbringen muss, um sich an einem Fonds beteiligen zu können.
Momentum
Das Momentum bezeichnet in der Chartanalyse ein Konzept zur Messung der Stärke einer Kursbewegung. Dazu wird die Preisänderung innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf verschiedene Weisen gemessen.

N

NASDAQ
Die NASDAQ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) mit Sitz in New York ist die größte elektronische Börse in den USA, gemessen an der Zahl der notierten Unternehmen.
Nebenwerte
Nebenwerte ist an Börsen die Bezeichnung für Aktien, die aufgrund ihres Handelsvolumens oder ihrer Marktkapitalisierung nicht zu den bevorzugten Handelsobjekten gehören.
Nettodividende
Der tatsächlich dem Anleger pro Anteil gutgeschriebene Dividendenbetrag, also abzüglich der 25 %igen Abgeltungssteuer. Gegenteil ist die Bruttodividende.
Neuemission
Neu an die Börse gekommenes Wertpapier.
New High / New Low
Index, der die Anzahl der Aktien angibt, die einen neuen Höchst-/Tiefstwert der letzten x Tage erreicht haben..
New York Stock Exchange
Die New York Stock Exchange NYSE ist die bedeutendste Börse der Welt, wegen ihrer Lage an der New Yorker Wall Street auch einfach "Wall Street" genannt.

O

Option
Geltend zu machendes Recht, ein bestimmtes, vertragsmäßig vereinbartes Angebot (innerhalb einer bestimmten Frist) anzunehmen. Der Käufer erhält hierbei das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Basiswert zu festgelegten Konditionen vom Verkäufer geliefert zu bekommen. Für dieses Recht bezahlt er eine Gebühr.
Optionsschein
Optionsscheine sind verbriefte, d.h. als Wertpapier gestaltete Optionen.
Order
Auftrag an einer Börse zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

P

Performance
Die Performance misst die Wertentwicklung eines Investments oder eines Portfolios, oft im Verhälnis zu einem bestimmten Benchmark.
Pip
Pip bezeichnet die kleinste Preisstufe in einer Währung. Oft auch als Ticks in den Futures-Märkten bezeichnet.
Portfolio
Ein Portfolio meint die Gesamtheit des Vermögens einer Person oder eines Unternehmens.
Put
Ein Put ist eine Verkaufsoption. Er gewährt dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, den Basiswert zu vorher festgelegten Konditionen verkaufen zu dürfen.

R

Rücknahmepreis
Der Rücknahmepreis ist der Preis, den der Anleger erhält, wenn er Fondsanteile an die Investmentgesellschaft zurückgibt.
Randolm-Walk-Theorie
Die Randolm-Walk-Theorie ist ein finanzwirtschaftliches Modell, bei dem davon ausgegangen wird, dass sich die Aktienmärkte auf eine völlig unberechenbare Art und Weise bewegen.
REIT
Reits sind börsennotierte US-Immobiliengesellschaften. Das Kapital ihrer Anteilinhaber wird zu mindestens 75 % in den US-Immobilienmarkt investiert.
Rendite

Die Rendite gibt in Prozent die Verzinsung des eingesetzten Kapitals wieder.

Rentenfonds
Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds, der seine Anlageschwerpunkt im Bereich Anleihen hat.
Restlaufzeit
Die bis zur Fälligkeit einer Forderung oder bis zum Verfall eines Rechts (Bezug von Aktien über Optionen und Optionsscheine) verbleibende Spanne.
Risikostreuung (Diversifikation)
Diversifikation beschreibt die Streuung von Vermögen auf mehrere Anlageobjekte oder Anlageklassen aus Gründen der Sicherheit.

S

Schlusskurs
Der letzte Kurs eines Wertpapiers, der im variablen Handel am Ende einer Börsensitzung ermittelt wird.
Shareholder Value
Das Shareholder Value-Konzept ist eine Unternehmensstrategie, mittels derer der Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft das Ziel verfolgt, den Unternehmenswert im Sinn des Marktwertes des Eigenkaptitals zu steigern.
Short-Position
Verkaufsposition. Mit ihr spekuliert der Anleger, zum Beispiel durch einen Leerverkauf, auf den fallenden Kurs einer Aktie oder eines Derivats. Gegenstück zur Long-Position.
Sparplan
Ein Sparplan ist quasi ein Dauerauftrag zum regelmäßigen Erwerb von Wertpapieren. Mittels eines Sparplans werden regelmäßig Anteile an einer oder mehrerer Beteiligungen wie Fonds erworben.
Spekulation
Die Spekulation ist in der Wirtschaft die mit einem Risiko behaftete Ausnutzung von Kurs-, Zins- oder Preisunterschieden innerhalb eines bestimmten Zeitraums zum Zwecke der Gewinnmitnahme.
Split
Kurzform, siehe Aktienspilt.
Standardwerte
Deutsche Version von blue chip, siehe blue chip
Stillhalter
Als Stillhalter wird derjenige Kontrahent einer Option bezeichnet, der gegen eine Prämie die Option emittiert oder verkauft.
Stock-Picking
Stock-Picking ist das gezielte Investieren in einzelne, börsennotierte Unternehmen. Die Auswahl erfolgt anhand beliebig selbst aufgestellter Kriterien.

T

Technische Indikatoren
Ein technischer Indikator dient zur alternativen Darstellung des Kursverlaufs eines Basiswertes. Er wird verwendet, um Kursverläufe zu quantifizieren und diese hinsichtlich bestimmter Eigenschaften auf die dafür relevanten Informationen zu reduzieren.
Termingeld
Alle Einlagen bei Kreditinstituten mit vereinbarter fester Laufzeit oder Kündigungsfrist. Oberbegriff für Festgeld und Kündigungsgeld.
Thesaurierung
Thesaurierung bezeichnet Vorgänge, bei denen die von einer Organisation erwirtschafteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden, sondern in der Organisation einbehalten werden. Bei thesaurierenden Fonds werden erzielte Gewinne automatisch wieder in den Fonds reinvestiert.
Theta
Der Wert eines Optionsscheins oder einer Option hängt in erheblichem Maße von seiner verbleibenden Laufzeit ab, dem Zeitwert. Das Theta ist eine Größem due das Verhalten der Option in Abhängigkeit von Zeit ausdrückt. Zeitwertverfall.
Timing
Der Versuch, den Anlagezeitpunkt und/oder den Ausstieg zum richtigen Monent durchzuführen.
Kurzfristige Kauf und Verkauf von Wertpapieren mit dem Ziel, kurzfristige Kursschwankungen auszunutzen.
Trend
Grundrichtung eines Kurses.

U

Unterbewertung
Bewertung einer Aktie oder eines Gesamtmarktes, gemessen am jeweils aktuellen Kursniveau, die im Vergleich zur Bewertung anderer Aktien oder Gesamtmärkte als zu niedrig erscheint.
Unterstützungslinie
Ein Begriff aus der Chartanalyse oder auch technischen Analyse. Kursregion, in der es einem Wertpapier oder einem Gesamtmarkt besonders schwer fällt, weiter zu fallen. Psychologische Grenze. Gegenteil ist die Widerstandslinie.

V

Vega
Das Vega einer Option gibt an, wie sehr sich der Preis einer Option verändert, wenn sich die Volatilität ändert.
Verfallstermin
Der Tat, an dem das Recht aus einer Option oder einem Optionsschein, den Basiswert zu erwerben, erlischt. Ende der Laufzeit.
Vermögen
Der aktuelle Wert aller Dinge, die ein Konsument besitzt einschließlich seiner Forderungen und abzüglich seiner Schulden. Hauptteil der Aktivseite der Bilanz.
Volatilität
Schwankungsbereich, während eines bestimmten Zeitraumes, von Wertpapierkursen, Rohstoffpreisen etc.

W

Wachstumswert
Aktie eines Unternehmens, der Börsenanalysten für die Zukunft noch Umsatz- und Gewinnsteigerungen zutrauen.
Wall Street
Straße in New York. Sitz der New York Stocke Exchange NYSE.
Wertpapier
Urkunde über ein privates (Vermögens)recht, das meist mit regelmäßigen Erträgen aus Zinsen und Dividenden verbunden ist.
Widerstandslinie
Ein Begriff aus der Chartanalyse oder auch technischen Analyse. Kursregion, in der es einem Wertpapier oder einem Gesamtmarkt besonders schwer fällt, weiter zu steigen. Psychologische Grenze. Gegenteil ist die Unterstützungslinie.

X

Xetra
Elektronisches Börsenhandelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse, welches das Ibis-System ablöste (Exchange Electronic Trading)

Y

YTD
Year-to-date kann vielseitig verwendet werden. Bezeichnet den Zeitraum seit Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt.

Z

Zeitwert
Derjenige Bestandteil des Preises einer Option, der aufgrund verbleibender Restlaufzeit bewilligt wird.
Zins
Preis, den ein Schuldner für die befristete Überlassung von Geld zahlen muss bzw. den ein Gläubiger für die Überlassung von Sparkapital erhält.
Zinseszins-Effekt
Werden Zinserträge wieder investiert, erhöht sich der Anlagebetrag. In den kommenden Perioden wird dann ein höher Betrag verzinst.