Optionen verkaufen - Der Turbo für Deine Rendite

VON DEAN GRÖNING

Letzte Woche habe ich ein super Buch gelesen: 21 von Ben Mezrich. Es erzählt die wahre Geschichte des MIT-Studenten Kevin Lewis, der beim Kartenspielen (Black Jack) in Las Vegas ein Millionen-Vermögen abgeräumt hat.

Lewis hat allerdings nicht einfach "gespielt" oder "Glück gehabt": Das Mathematik-Genie hat mit ein paar Studenten-Kollegen eine Methode entwickelt, welche Ihnen einen statistischen Vorteil gegenüber dem Casino einbrachte und mit dieser Strategie abkassiert.

Was hat Optionen verkaufen jetzt mit dieser Geschichte aus Vegas zu tun?

Einfach alles.

Was Du in diesem Beitrag lernen kannst

In diesem Artikel lüfte ich ein "Geheimnis": Ich zeige Dir die Gründe auf, warum ich mich in den Optionshandel verliebt habe und diese Art des Tradings so mag bzw. präferiere.

Ich zeige Dir, warum Du Optionen verkaufen solltest, welche Vorteile Du dabei hast und welche Strategie hinter meinen Trades steckt.

Ich lasse Dich aber auch einen Blick auf die Kehrseite der Medaille werfen.


Inhaltsverzeichnis

Der statistische Vorteil beim Handeln

Bidirektionaler Handel: Warum Optionen verkaufen?

Gewinn-Verlust-Profil beim Verkauf von Optionen

Vorteile beim Verkauf von Optionen

Nachteile beim Verkauf von Optionen



Der statistische Vorteil beim Handeln

Warum verlieren so viele Privatanleger/Trader an der Börse? Sicherlich ist diese Frage nicht mit einem Satz zu beantworten. Aber ich glaube fest daran, dass die mentale Belastung eine Rolle spielt.

Wenn Du zum Beispiel ein sogenannter "Trendfolger" bist, ist dies eine erprobte und gewinnbringende Strategie: Du handelst Trendausbrüche, also Du kaufst oder verkaufst Aktien in dem Moment, wo die Kurse unnatürliche Ausschläge nach oben oder unten aufzeigen.

Dann "reitest" Du diesen Kurstrend (wie ein Surfer die Welle) und machst ordentlich Gewinn.  Soweit die Theorie.

In der Praxis ist es an der Börse aber genau wie beim surfen: Nicht jedes vielversprechende Plätschern des Meeres wird zu der "perfekten Welle". Bedeutet: Nicht jeder Kursausbruch wird zu einem Trend


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Statistik und mentale Belastung

Trendfolger müssen damit umgehen können, dass von 10 Trades vielleicht 7 zu Verlierern und lediglich 3 zu Gewinnern werden. Und von diesen 3 ist einer die "perfekte Welle": Der Trade, der den Verlust der anderen 7 ausgleicht und für Profite beim Handeln sorgt.

Ich habe Trendfolge ausprobiert und festgestellt: Für mich ist das nichts.

Wenn 70 % meiner Trades Verluste erzielen, hatte ich weder Spaß beim Trading noch die mentale Stärke, die Strategie nach 7 Verlierern erneut anzuwenden

Obwohl die Strategie statistisch gesehen vorteilhaft ist, konnte ich Sie nicht erfolgreich umsetzen.

Was Glücksspiel und Börsenhandel gemeinsam haben

In meinem Beitrag Ist Trading Glücksspiel habe ich Dir erläutert, dass Du einen statistischen Vorteil beim Handeln brauchst, um dauerhaft Gewinne einfahren zu können.

Der Vorteil beim Trendfolgen besteht darin, dass Du mit einem erfolgreichen Trend soviel Geld machst, dass die Verluste der Verlierer mehr als nur ausgeglichen werden und Du Profit machst.

Beim Optionshandel gibt es eine einfachere Möglichkeit, die statistische Wahrscheinlichkeit zu Deinen Gunsten zu beeinflussen: Du musst lediglich Optionen verkaufen, also die short-Position einnehmen.

Mit dieser Art des Tradings habe ich mittlerweile ein Verhältnis von 9:1, was bedeutet, dass von 10 Trades 9 zu Gewinnern werden und lediglich 1 zu einem Verlierer wird

Das macht mir Spaß, belastet mich mental überhaupt nicht und sorgt für eine schöne Rendite in meinem Depot (siehe Rendite Optionen).


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Bidirektionaler Handel: Warum Optionen verkaufen?

Betrachten wir den Börsenhandel mal ganz stark vereinfacht unter dem Gesichtspunkt der statistischen Wahrscheinlichkeit: Du kaufst zu einem Zeitpunkt eine Aktie auf Grund der Hoffnung, sie möge im Kurs steigen.


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Wie sieht in diesem Fall Deine Gewinnwahrscheinlichkeit aus?

Stark vereinfach kannst Du davon ausgehen, dass der Kurs 3 mögliche Richtungen einschlagen kann:

  1. Der Kurs kann steigen
  2. Der Kurs kann fallen
  3. Der Kurs kann seitwärts tendieren

Losgelöst von der betriebswirtschaftlichen, langfristigen Entwicklung des Unternehmens (Stärke des Marketings, Qualität der Produkte, Fähigkeiten des Managements usw.) ergibt sich daraus kurzfristig für Dich eine Gewinnwahrscheinlichkeit von lediglich 1 : 2, was umgerechnet einer prozentualen Wahrscheinlichkeit von 33 % entspricht (in 66 % der Fälle machst Du keinen Gewinn).

Wenn die Kurse steigen (eine Möglichkeit), machst Du Gewinn (1 von 3 Möglichkeiten = 33 %). Wenn die Kurse seitwärts tendieren (zweite Möglichkeit) oder fallen (dritte Möglichkeit), machst Du keinen Gewinn oder sogar einen Verlust (Insgesamt 66 %, da 2 von 3 Möglichkeiten).

Ich weiß nicht, wie Du darüber denkst. Aber das sieht für mich nicht vielversprechend aus.

Die Wahrscheinlichkeiten beim Verkauf von Optionen

Wenn wir diesen Gedanken nun einfach mal "inhaltlich umdrehen", können wir doch feststellen:

Wo der Kurs nicht hingeht, ist mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit leichter vorherzusagen, als wo er hingeht

Als ich diesen Satz zum ersten Mal im Zusammenhang mit Optionshandel gehört habe, hat es bei mir "Klick" gemacht.

Was wäre, wenn Du eine Möglichkeit hättest, im obigen Beispiel an den 66 % der möglichen Kursverläufe zu partizipieren und Du nur bei 33 % Verlierer hinnehmen müsstest? Dann hättest Du einen starken statistischen Vorteil, der Dich langfristig profitabel handeln lassen würde.

Und genau diese Möglichkeit hast Du beim Verkauf von Optionen!

Weitere Ausführungen zur Ausarbeitung eines statistischen Vorteils findest Du in meinem Blog Beitrag über die Optionsgriechen.

Warum Optionen verkaufen statt kaufen?

Die meisten Trader kaufen eine Option, um am erwarteten Kursverlauf (vom Basiswert) partizipieren zu können und ihr eingesetztes Geld zu hebeln.

Was dies konkret bedeutet, hab ich Dir in meinem Beitrag Optionen Strategie aufgezeigt.

Diese Strategie (Der Kauf einer Option) ist gewinnversprechend, hat jedoch eine ähnliche Struktur wie die Trendfolge: Die meisten Optionen verfallen wertlos, weil der Kurs (vom Basiswert) entweder

  • nicht in die richtige Richtung geht
  • nicht stark genug in die richtige Richtung geht
  • nicht schnell genug in die richige Richtung geht

In diesem Fall macht der Trader, welcher die Option gekauft hat und somit die long-Position einnimmt, Verluste. Und zwar in Höhe der Optionsprämie, also dem Betrag, den er für die Option an den Verkäufer bezahlt hat.

Analog zur Trendfolge wird er also vielleicht 7-8 Verlierer traden, denen 2-3 Gewinner gegenüberstehen.

Profitabel ist diese Strategie trotzdem, wenn die Gewinne der erfolgreichen Trades die Verluste der Verlierer aufwiegen und darüber hinaus noch Profit einbringen.

Für mich ist das nichts, denn da kann ich auch gleich wieder Aktien handeln. Meine Meinung.


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Die short-Position im Optionshandel

Von wem kauft denn nun aber der obige Trader die Option? Wer nimmt aus welchen Gründen die short-Position in dem Optionsgeschäft ein?

Der shortseller, also der Verkäufer einer Option, verkauft eine Option, um die Optionsprämie zu erhalten.

Shortseller sind im Optionshandel Prämienjäger

Ich verkaufe Optionen nicht mit der Prämisse, am Kursverlauf partizipieren zu wollen.

Ich verkaufe Optionen, von denen ich der Meinung bin, dass sie out-of-the-money bleiben und ich die Optionsprämie kassiere, wenn die Option wertlos verfällt.

Sollten Dir die Begriffe Optionsprämie, out-of-the-money oder der Optionshandel allgemein noch nicht vertraut sein, lies meinen Beitrag über Optionen Grundlagen.



Gewinn-Verlust-Profil beim Verkauf von Optionen

In meinem Beitrag Optionen Strategie hast Du verschiedene Möglichkeiten kennen gelernt, Optionen zu handeln. Außerdem habe ich Dir die jeweiligen Gewinn-Verlust-Profile der Strategie gezeigt.

Alle Strategien hatten jedoch eines gemeinsam: Ich habe Dir immer nur die Betrachtung aus der Sicht des Käufers, also der long-Position verdeutlicht.

Nun schauen wir uns die beiden Basic-Strategien, der einfache call und der einfache put aus der Sicht eines Optionsverkäufers, also der short-Position an.

Der Short Call

Die folgende Grafik zeigt Dir das Gewinn-Verlust-Profil eines short call:


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Beim short call verkaufst Du beispielsweise eine call Option auf den Basiswert Fresenius zum Strikepreis von 50 Euro. Der aktuelle Kurs der Aktie mag bei rund 45 Euro liegen.

Rufen wir uns erneut ins Gedächtnis:

Der Kauf einer call Option berechtigt Dich dazu, den Basiswert zum vereinbarten Strikepreis zu kaufen und somit die Aktien des Basiswertes (Fresenius) in Dein Depot zu nehmen.

Die Gegenposition, also der Verkauf einer call Option, verpflichtet Dich somit dazu, die Aktien des Basiswertes (Fresenius) zum vereinbarten Strikepreis liefern zu müssen. Wenn der Käufer der Option seine Option nutzen/ausüben möchte.

Du gehst also durch den Verkauf einer call Option ein Risiko ein, welches Dir der Käufer der Option mit der Zahlung der Optionsprämie (Preis für die Option) vergütet.

Zurück zum Beispiel: Bleibt der Kurs des Underlying (Basiswert) bis zur Fälligkeit der Option unter dem Strikepreis (out-of-the-money), so macht die Ausübung der Option für den Käufer keinen Sinn.

Er kann die Aktien ja günstiger an der Börse kaufen (45 Euro) als über die Ausübung der Option (50 Euro). Dies ist der Fall, den Du Dir als Stillhalter (short Position) wünscht.

Bleibt der Kurs des Underlying unter dem Strikepreis, verfällt die Option wertlos und Du kannst die Optionsprämie als Gewinn verbuchen

Nicht so gut sieht es aus, wenn der Kurs der Aktie jedoch über den Strikepreis steigt; in unserem Beispiel auf vielleicht 55 Euro. In dem Fall ist es für den Käufer der Option sinnvoll, sie auszuüben.

Der Käufer nutzt also die Option, um die Aktien für 50 Euro (Strikepreis) zu erhalten und verkauft sie an der Börse zum aktuellen Kurs von 55 Euro. Du, als Stillhalter, musst jedoch die Aktien für 50 Euro an den Käufer der Option liefern und sie für 55 Euro an der Börse einkaufen.

Demzufolge würdest Du in dieser Konstellation einen Verlust realisieren.

Der short call ist als Strategie von extremer Bedeutung, daher widme ich ihm diesen extra Beitrag.

Der Short Put

Betrachten wir nun das Gewinn-Verlust-Profil beim short put:


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Beim Kauf einer put Option erwirbst Du das Recht, eine Aktie (Underlying) zu einem festgelegten Preis (Strikepreis) verkaufen zu können.

Nimmst Du nun erneut die Gegenposition ein, ergibt sich daraus beim Verkauf einer put Option die Verpflichtung, das Underlying zum Strikepreis abnehmen zu müssen.

Machen wir uns auch dies am Beispiel deutlich: Der Kurs der Fresenius Aktie liegt bei 45 Euro und Du verkaufst eine put Option zum Strikepreis von 40 Euro.

Bleibt der Kurs des Underlying über dem Strikepreis, verfällt die Option wertlos und Du kannst die Optionsprämie als Gewinn verbuchen

Solange der Kurs der Fresenius-Aktie über 40 Euro bleibt, macht es für den Inhaber der Option keinen Sinn, diese zu nutzen, da er die Aktien an der Börse zu einem höheren Kurs verkaufen kann als über die Nutzung der Option.

Dein Risiko besteht darin, dass der Kurs unter den vereinbarten Strikepreis abrutscht.

Sollte der Kurs von Fresenius auf beispielsweise 35 Euro sinken, wird der Optionsinhaber seine Option nutzen, Fresenius Aktien an der Börse für 35 Euro kaufen und mittels Option an Dich zum Kurs von 40 Euro verkaufen.

Der short put ist die vielleicht wichtigste Strategie im Optionshandel, daher habe ich ihr diesen extra Beitrag cash secured put gewidmet.



Vorteile beim Verkauf von Optionen

Als Verkäufer von Optionen hast Du meiner Meinung nach verschiedene Vorteile, welche sich positiv auf Dein Trading und Deine Rendite auswirken sollten:

Prämien kassieren

Durch die Einnahme der short Position, also den Verkauf von Optionen, bekommst Du bei jedem Verkauf eine Prämie (Optionspreis, Preis für die Option). Diese Prämie darfst Du immer behalten!

Sollte die Option nicht ausgeübt werden, darfst Du die komplette Prämie als Gewinn verbuchen.

Sollte die Option in-the-money laufen und/oder ausgeübt werden, minimiert die erhaltene Prämie Deine Verluste.

Vom Zeitwertverfall profitieren

Wie Du bereits weißt, haben Optionen einen inneren und äußeren Wert (Siehe Moneyness).

Aus dieser Erkenntnis lässt sich ableiten, dass die Option (äußere Wert = Differenz aus innerem Wert und Zeitwert) laufend an Wert verliert, je näher der Tag der Fälligkeit kommt.

Am Tag der Fälligkeit ist der innere Wert einer Option = Null, wenn Sie out-of-the-money ist.


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Als Stillhalter (Verkäufer von Optionen, shortseller) musst Du also ggf. gar nicht bis zur Fälligkeit der Option warten, sondern kannst die Option früher günstig zurückkaufen, wenn der Zeitverfall für einen Rückgang des Optionspreises gesorgt hat.

Die Differenz aus erhaltener und (niedrigerer) gezahlter Optionsprämie ist dann Dein Gewinn.

Statistischer Vorteil durch Wahl des richtigen Strike

Durch die Lage des Strikepreises im Verhältnis zum aktuellen Kurs des Underlyings kannst Du das Risiko Deiner Trades individuell und mathematisch-statistisch ziemlich genau steuern.

Es gilt die vereinfachte Formel:

Je weiter Deine Option out-of-the-money liegt, desto geringer Dein Risiko

Hier schließt sich der Kreis: Du kannst durch die Wahl der Option, die Du verkaufen möchtest, Dein prozentuales Risiko auf unter oder über 50 % Ausübungswahrscheinlichkeit reduzieren/erhöhen und dadurch einen statistischen Vorteil erlangen.



Nachteile beim Verkauf von Optionen

Bevor Du nun jedoch Dein ganzes Geld für den Optionshandel frei machst, möchte ich Dir auch die Schattenseiten der Stillhaltergeschäfte aufzeigen.

Im Grunde genommen geht es auch hier wieder ausschließlich um das Risiko. Der Vorteil des Käufers von Optionen liegt in seinem minimierten Risiko. Er risikiert maximal den Verlust der gezahlten Optionsprämie.

Für Dich als Stillhalter sieht das etwas anders aus. Ohne besondere Absicherungstechniken liegt Dein Verlustrisiko als shortseller nämlich im unbegrenzten Bereich. Das muss Dir klar sein!

Das Risiko eines "black swan"

In der Wirtschaftstheorie gibt es den Begriff des black swan, welcher ein Ereignis beschreibt, welches vollkommen überraschend eintritt, von Niemandem vorhergesehen wurde und dessen auftreten als vollkommen unwahrscheinlich galt.

Angewendet auf unseren Optionshandel bedeutet dies Kursschwankungen, die irgendwo zwischen unwahrscheinlich und unmöglich liegen.

Solltest Du beispielsweise Stillhalter in einem short call sein, so bist Du ja dazu verpflichtet, die Aktien des Underlyings an den Inhaber der Option zu liefern. Sollte der Kurs des Underlyings jetzt aber "explodieren" und durch "die Decke gehen", hast Du ein Problem.

Du musst dann die Aktien zum extrem hohen Preis an der Börse kaufen und dem Optionsinhaber zum Strikepreis liefern.

In diesem Fall hast Du ein unbegrenztes Verlustpotential, was im schlimmsten Fall in einem Totalverlust enden kann. Dann hast Du mit einem einzigen Trade Dein Depot platt gemacht.

Beispiel VW

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du jetzt denkst: Na ja, lass den mal reden, kann mir nicht passieren. Das Risiko ist so minimal. Mal ehrlich ...

Ich bin ehrlich: Ich habe so gedacht.

Bis ich das hier gesehen habe:


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Die Grafik zeigt die Entwicklung einer eigentlich relativ "langweiligen" Aktie, nämlich Volkswagen im Jahr 2008.

Durch Übernahmeversuche von Porsche ist es kurzfristig zu einer Kursexplosion von knapp 200 Euro auf knapp 1.000 Euro gekommen.

Machen wir eine kurze hypothetische Rechnung:

Du hast beim Kurs von 200 Euro einen call zum Strike von 300 Euro verkauft. Das klingt absolut logisch und gut und sicher, denn der Kurs müsste um unwahrscheinliche 50 % steigen, bevor die Option ins Geld laufen würde.

Nun explodiert der Kurs auf 1.000 Euro und der Inhaber der call Option möchte ausüben. In diesem Moment bist Du dazu verpflichtet, die Aktien zum Preis von 300 Euro zu liefern.

Das bedeutet: Du musst die Aktien an der Börse für 1.000 Euro kaufen und anschließend für 300 Euro abgeben. Das ist ein Verlust von 700 Euro pro Aktie. Du erinnerst Dich: Eine Option gilt immer für 100 Aktien :-)

Dein Verlust aus diesem Trade beträgt also 70.000 Euro!

Mit nur einer Option und einem einzigen Trade.

Beispiel Optionsellers.com:

Ein weiteres tragisches Beispiel ist das Ende der Jungs von Optionsellers.com. James Cordier und Michael Gross haben als Anlageberater Gelder für Ihre Kunden angelegt und über Jahrzehnte herausragende Gewinne eingefahren (20+ Prozent pro Jahr).

Als Anlagestrategie haben Sie den Verkauf von Optionen auf Futures genutzt.

Alles lief glatt, bis zwei Trades gleichzeitig gegen sie gelaufen sind. Die Firma ging pleite, Kunden mussten Gelder nachschießen und haben ihre gesamten Depots verloren.



Das Video zeigt die Entschuldigung von James Cordier, der eigentlich immer noch nicht fassen kann, was ihm passiert ist.

Sehr einprägsam, wie ich finde ...

Die Konsequenz aus diesem Wissen

Welche Lehren kannst Du nun aus diesen Berichten ziehen?

Optionen sind nicht der heilige Gral der Geldanlage

Sie bieten die Möglichkeit auf überdurchschnittliche Gewinne, beinhalten aber demzufolge auch ein überdurchschnittliches Risiko. Punkt.

Ich persönlich trade Optionen, fast ausschließlich als Stillhalter. Ich bin mir des Risikos bewusst und gehe es ein, um die Renditen zu erzielen, die mit dem Risiko verbunden sind.

Ich nutze jedoch auch Strategien, die mir statistisch einen Vorteil sichern und ich trade max. 10 % meines Vermögens in einem separaten Depot. Denn für den worst-case, dass ich auch Opfer eines black swan werde, möchte und kann ich entspannt mit 90 % meines Vermögens weiterleben.


In diesem Sinne wünsche ich Dir gute Strikepreise und niedrige Kursschwankungen

Dein Moneten-Magier

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