In was Geld investieren? Über Anlageklassen und Investitionsstrategien

VON DEAN GRÖNING

Wenn Du das erste Mal Ersparnisse zur Seite gelegt hast, keimt in Dir vermutlich der Wunsch, mehr aus diesen Ersparnissen herauszuholen.


Und damit kommst Du - genau wie ich vor Jahren - sehr schnell zu der zentralen Frage der Geldanlage: Was soll ich mit dem Geld machen? In was Geld investieren, damit es ein paar Prozent Rendite abwirft, aber trotzdem sicher ist?

Was Du in diesem Artikel lernen kannst

In diesem Beitrag möchte ich Dir aufzeigen, wer sich eigentlich mit dem Thema der Geldanlage auseinandersetzen sollte und warum Du überhaupt investieren solltest.


Ferner bekommst Du eine Übersicht über die verschiedenen Investitionsmöglichkeiten (sogenannte Anlageklassen) und ich zeige Dir verschiedene Investitionstheorien als mögliche Strategie auf.


Abschließend gehe ich noch darauf ein, wie Du ggf. mit kleinen Beträgen ebenfalls sinnvoll investieren kannst und fasse alle Erkenntnisse noch in einfachen Tipps für die praktische Umsetzung zusammen.


Der passive Investor: Teil 2 / 6

Dies ist die zweite Schritt auf Deinem Weg zum passiven Investor (Level 1). Nachdem Du in Teil 1 gelernt hast, warum Du Dich selber um Dein Geld kümmern solltest, geht es jetzt um die Frage, in was Du investieren kannst.


Eine Übersicht über den kompletten Weg findest Du am Ende dieses Beitrags.



Inhaltsverzeichnis

Wer sollte sich überhaupt mit dieser Thematik beschäftigen?

Mit investieren Geld verdienen

In was kann man Geld investieren?

In was Geld investieren? Verschiedene Theorien

Wie Geld investieren? Mögliche Anlagestrategien

Mit wenig Geld investieren: ETFs

Zusammenfassung: Die Top 5 Tipps zum Geld investieren



Wer sollte sich überhaupt mit dieser Thematik beschäftigen?

Vielleicht gehörst Du zu den Menschen, die jeden Monat Geld für die Altersvorsorge oder für zukünftige Investitionen sparen und/oder schon über einen größeren Betrag verfügen.


Das Geld hast Du auf Deinem Sparbuch liegen oder als Tagesgeld oder Festgeld angelegt. Damit es sicher ist.


Das Problem an der Sache: Sicher ist nicht gleich sicher.


Du hast es z.B. vor Kursschwankungen geschützt, bekommst jedoch nur marginale Zinsen für Deine gewählte Form der Geldanlage. Und daraus resultiert folgendes Problem: Die Inflation sorgt dafür, dass Dein Vermögen zwar betragsmäßig gleich bleibt, aber jedes Jahr an Kaufkraft verliert (Inflation > Verzinsung).


Die Höhe der aktuellen Inflationsrate in Deutschland findest Du unter www.inflationsrate.com


Dazu ein kurzes Beispiel: Du hast 100.000 Euro auf dem Sparbuch und bekommst dafür hypothetisch 1 Prozent Zinsen pro Jahr; die Inflationsrate möge bei hypothetisch 5 Prozent liegen (tut sie 12/2021 fast).


Das bedeutet, dass der Geldbetrag auf Deinem Sparbuch nach einem Jahr angestiegen (Investiertes Kapital + 1 Prozent Verzinsung), die Kaufkraft dieser Summe aber auf Grund der Inflation gesunken ist.


  • Geldbetrag: 101.000 Euro (gestiegen)
  • Kaufkraft: 95.950 Euro (gesunken)

Du hast also mehr Geld (Betrag), kannst Dir dafür aber weniger kaufen (Kaufkraft).


Aufgrund der Problematik mit der Inflation möchtest Du Deine Ersparnisse nun vielleicht rentabler (Verzinsung > Inflation) anlegen. Dir ergeben sich dabei in meinen Augen verschiedene Möglichkeiten.

2 Möglichkeiten, Dich dem Thema Geldanlage zu nähern

Möglichkeit 1: Du gehst zur Bank, läßt Dich beraten und befolgst die Empfehlungen Deines Bankers.


Wenn Du keinerlei Ahnung von Geld und Geldanlage hast und es auch dabei belassen möchtest, ist dies genau der Weg, den ich Dir empfehlen möchte.


Möglichkeit 2: Wenn Du in Sachen Geldanlage, wie auch in allen anderen wichtigen Bereichen Deines Lebens, das Heft selbst in der Hand halten und/oder die Empfehlungen Deines Bankers kritisch hinterfragen und prüfen möchtest, dann solltest Du Dich evtl. mit diesen Themen auseinandersetzen.


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Eigentlich hast Du doch keine Wahl, sorry :-)

Meiner Meinung nach gibt es auf der ganzen Welt nur eine einzige Person, die dafür verantwortlich ist, Deine Finanzen zu optimieren: Und das bist Du selbst!


Im ersten Teil dieser Beitragsserie gehe ich detailliert auf diese/meine Sichtweise ein.


Verfolgst Du über die Jahre sogar das Ziel, Deine finanzielle Freiheit zu erreichen (So viel Vermögen aufzubauen, um das Leben Deiner Träume leben und finanzieren zu können), musst Du Dich definitiv diesem Thema widmen, lernen und eigene Entscheidungen treffen.




Mit investieren Geld verdienen

Neben der gerade beschriebenen Problematik mit der Inflation möchte ich Dich noch für einen weiteren Aspekt zum Thema Geldanlage und Vermögensaufbau sensibilisieren.

Meiner Meinung nach gibt es zwei "Hebel", die Du beide bewegen solltest, um möglichst schnell ein eigenes Vermögen aufzubauen.

1. Hebel: Sparen

Die Grundlage jeglichen Vermögensaufbaus besteht darin, dass Du sparst. Salopp formuliert gibst Du weniger Geld in einem bestimmten Zeitraum (z.B. Monat) aus, als Du einnimmst.

Deine Ausgaben < Deine Einnahmen

In der Folge müssen Gelder übrig bleiben, die Du als Ersparnisse zur Seite legen kannst. Je mehr Du sparst, desto schneller wächst Dein Vermögen.

Viele Menschen in Deutschland sind gut im sparen. Die Sparquote (Anteil der Einnahmen, die "gespart" werden) lag laut Statista zwischen 1991 und 2019 ungefähr zwischen 9 Prozent und 13 Prozent.

Im Jahre 2020 ist die Quote auf über 18 % gestiegen, womit wir innerhalb der EU im Durchschnitt sind (Quelle: Statista).

2. Hebel: Investieren

Wo wir Deutschen dann eher sehr konservativ sind, ist der Umgang mit unseren Ersparnissen: Laut Statista betrug die Summe der Spareinlagen der deutschen Privathaushalte im Jahr 2020 rund 545 Milliarden!

Geld, das auf Sparbüchern langsam von der Inflation aufgefressen wird.


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Einfach ausgedrückt: Wenn dieses Geld genutzt würde, um damit mehr Geld zu verdienen?

In der Finanzwissenschaft wird dieser sogenannte Zinseszinseffekt als zweiter großer Hebel für den Vermögensaufbau aufgeführt: Dein investiertes Kapital bringt also Zinsen, welche zusätzlich zu Deinen Sparbeiträgen angelegt werden und die gesamte Summe bringt im folgenden Jahr dadurch höhere Zinsen, welche wieder angelegt werden usw.

Wie Du mittels dieser beiden einfachen Effekte ein eigenes Vermögen aufbauen kannst, erkläre ich einfach und für Jedermann verständlich mit vielen praktischen Anwendungsbeispielen untermauert im Buch. Der ideale Einstieg, wenn Du Geld anlegen und Vermögen aufbauen möchtest.


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In was kann man Geld investieren?

Bist Du zu der Ansicht gelangt, Dich selbst um Deine Geldanlage zu kümmern, wirst Du vermutlich vor der Frage stehen, in was Du nun eigentlich Dein Geld investieren solltest.

Hier hast Du die Auswahl aus verschiedenen sogenannten Anlageklassen.

Unter Anlageklassen versteht man im Finanzwesen eine Gruppe von Finanzprodukten, die auf Grund bestimmter Merkmale zusammengefasst werden können

Es ist nahezu unmöglich, eine allumfassende, korrekt abgegrenzte Aufstellung aller Anlageklassen zu geben. Aus Gründen der Vereinfachung (Private Equity oder Hedgefonds fehlen bewusst) möchte ich mich daher an der folgenden Übersicht nach Schulz (2016) orientieren:


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ETFs und Derivate sind zwar keine eigenen Anlageklassen, sondern lediglich Instrumente. Aufgrund ihrer hohen Relevanz in der Praxis habe ich sie jedoch mit aufgenommen.



Verschiedene Anlageklassen

Betrachten wir die verschiedenen Anlageklassen im Detail:

Anlageklasse: Aktien

Aktien sind Beteiligungen an Unternehmen, entweder in Form von Einzelaktien oder als Vehikel, um sich an mehreren Unternehmen zu beteiligen (z.B. Investmentfonds oder ETFs). Der Inhaber einer Aktie, der Aktionär, wird dadurch zum Miteigentümer am Unternehmen und erhält somit verschiedene Rechte, beispielsweise:

  • Stimm- und Auskunfsrecht auf der Hauptversammlung
  • Beteiligung am Unternehmensgewinn (Zahlung einer Dividende)
  • Bezugsrechte bei Kapitalerhöhungen

Anlageklasse: Festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen)

Unter festverzinslichen Wertpapieren werden streng genommen Anleihen und Geldmarktinstrumente zusammengefasst. Ich beschränke mich erneut auf die Anleihen.

Eine Anleihe ist ein zinstragendes Wertpapier, welches wir uns als Kredit an Staaten oder Unternehmen vorstellen können: Wir (die Gläubiger) leihen dem Schuldner (Staat, Unternehmen) einen bestimmten Betrag, welcher uns zu einem bestimmten Zeitpunkt in festgelegter Höhe zurück gezahlt wird. Für die Laufzeit der Ausleihe erhalten wir zusätzlich zum Kursgewinn (Differenz zwischen Aus- und Rückzahlungssumme) Zinsen.

Der Unterschied zur Aktie besteht darin, dass die Aktie Eigenkapital darstellt und die Anleihe Fremdkapital. Salopp formuliert gilt also: Der Aktionär ist Miteigentümer, der Anleihenkäufer ist Kreditgeber.

Anleihen werden unterschieden nach verschiedenen Ausstattungsmerkmalen. Die wichtigsten sind:

  • Verzinsung
  • Laufzeit
  • Tilgung
  • Ggf. Währung

Anlageklasse: Immobilien

Diese Anlageklasse ist vermutlich selbsterklärend: Jegliche Form von Immobilien, also Grundstücke und Gebäude, die zu Renditezwecken gekauft und vermietet oder auch selbst genutzt werden.

Um in Immobilien zu investieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die über den direkten Kauf einer Immobilie deutlich hinausgehen. Die indirekten Investitionsmöglichkeiten sind:

  • Immobilienaktien
  • Real Estate Investment Trusts
  • Offene und geschlossene Immobilienfonds

Anlageklasse: Rohstoffe (engl. Commodities)

Rohstoffe sind in der Natur vorkommende Ressourcen, die noch nicht weiterverarbeitet wurden. Sie dienen entweder als Material für Fertigungsprozesse zur Herstesllung von Produkten (Lithium, Nickel, Rohöl etc.) oder auch direkt zum Verbrauch (Soja, Korn, Schweinebäuche etc.).

Der Kauf von Rohstoffen kann - analog zu den Immobilien - über verschiedene Wege erfolgen:

  • Direkterwerb in physischer Form
  • Durch Rohstofftermingeschäfte (Futures)
  • Investitionen in Rohstoffindizes

Anlageinstrument: ETFs

ETFs sind börsengehandelte Finanzinstrumente, deren Ziel eine möglichst exakte Nachbildung eines Index und dessen Performance (Rendite) darstellen. Der bekannteste Deutsche Index ist vermutlich der Deutsche Aktienindex DAX, welcher die Wertentwicklung der 30 größten, deutschen AGs abbildet.


Eine Einführung zum Thema ETFs findest Du hier.

Anlageinstrument: Derivate

Ein Derivat ist ein gegenseitiger Vertrag, der seinen wirtschaftlichen Wert vom beizulegenden Zeitwert einer marktbezogenen Referenzgröße ableitet. In der Regel werden diese Derivate jedoch dem jeweiligen Basiswert (einer Aktie beispielsweise) zugeordnet.

Der Markt für Derivate wächst ständig: Im Jahr 2013 betrug er über 710 Billionen US-Dollar. Die bedeutendsten Derivate sind:


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Historische Renditen der wichtigsten Anlageklassen

Nachdem Du nun im ersten Schritt die verschiedenen Anlageklassen kennen gelernt hast, betrachten wir im zweiten Schritt die historischen Renditen (Rendite = Verzinsung des eingesetzten Kapitals) der wichtigsten vier:

  1. Aktien
  2. Anleihen
  3. Gold
  4. Immobilien.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der letzten 200 Jahre, welche Renditen Du als Anleger in welcher Anlageklasse erzielt hast:


Anlageklassen Renditen Moneten Magier


Als Fazit kannst Du zunächst Folgendes aus den Daten ablesen und feststellen:

Die verschiedenen Anlageklassen haben im langen Zeitverlauf deutlich unterschiedliche Renditen erzielt

Nun könntest Du ebenfalls daraus ableiten, dass es ja sinnvoll wäre, 100 % Deines Kapitals in Aktien zu investieren, da hier die höchste Rendite erzielt wird.


Rendite ist der Preis für das Risiko, quasi die Kosten für das Risiko, wenn Du so willst. Wenn  Du Geld für riskante Investitionen benötigst, wird der Kapitalgeber eine hohe Rendite fordern (Als Entlohnung für das von ihm eingegangene Risiko), wenn Du Kapital für eine sichere Investition benötigst, wird der Kapitalgeber mit einem niedrigen Zinssatz zufrieden sein.


Deswegen gehen hohe Renditen immer mit hohem Risiko einher; und aus diesem Grund würde ich Dir von einer solchen Strategie abraten.

Warum ein Blick auf die Zinsen entscheidend ist?

Trotzdem sind die Zinsen wichtig und zu berücksichtigen. Wenn Du Dir jetzt nämlich denken solltest: Naja, +/- 1 % Unterschied, das ist doch gar nicht so dramatisch. Dann solltest Du Dich unbedingt nochmal mit der Kraft des Zinseszinseffekt vertraut machen!


In was sollst Du nun aber Dein Geld investieren? Gibt es vielleicht sinnvolle Kombinationen verschiedener Anlageklassen, die für Dich als privaten Anleger zu empfehlen sind?

Wenn Du wissen möchtest, warum ich persönlich beispielsweise nicht in Immobilien investiere, schau Dir meinem Beitrag Geld in Immobilien investieren an.



In was Geld investieren? Verschiedene Theorien

Die Wahl der Anlageklasse hängt unmittelbar mit der Risikoeinstellung des Anlegers zusammen: Also der Frage, wieviel Risiko ist er bereit einzugehen? Wie bereits oben gesehen, wählen viele Deutsche aus diesen Gründen das Tagesgeld oder das Festgeld, damit die Ersparnisse (vermeintlich) sicher sind.


Neben der Sicherheit für das liebe Geld (Risiko) ist ebenfalls die Verzinsung (Rendite) ein wichtiger Entscheidungsaspekt beim anlegen.


Harry Markowitz hat mit seinen Arbeiten als Erster einen Weg gefunden, Rendite und Sicherheit zusammen im Sinne des Anlegers zu erhöhen.



Die Portfoliotheorie nach Markowitz


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Harry Markowitz, ein US-amerikanischer Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger, hat sich der Frage gewidmet, bei welchem Risiko sich die besten Renditen erzielen lassen und untersucht, welche Kombination verschiedener Anlageklassen innerhalb eines Portfolios zur höchsten Rendite bei akzeptablem Risiko führt.


Die Fragestellung kann nicht lediglich anhand der bereits bekannten Renditen beantwortet werden (100 % in Aktien), weil die einzelnen Anlageklassen neben unterschiedlichen Renditen auch noch unterschiedliche Risiken mit sich bringen.

Der Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko

Pauschal kann man davon ausgehen, dass eine höhere Rendite immer auch mit einem höheren Risiko einhergeht.


Warum Trading nun trotzdem kein Glücksspiel ist, erläutere ich in diesem Artikel separat.

Warum Diversifikation wichtig ist

Markowitz hat nachgewiesen, dass eine Streuung Deiner Investitionen (Diversifikation) einen positiven Einfluss sowohl auf Rendite als auch auf das Risiko mitsichbringt.


Vereinfacht kannst Du den Vorteil einer Streuung auf mehrere Anlageklassen an Hand des folgenden fiktiven Beispiels gut nachvollziehen:

Portfolio 1 investiert in eine volatile Aktie (hohe Kursschwankungen), die extrem hohe Gewinne erzielt, aber auch Verlustjahre hat.

Portfolio 2 investiert in eine andere volatile Aktie mit ähnlichen Ergebnissen.

Portfolio 3 investiert in beide Aktien im Verhältnis 50 : 50.


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Im Ergebnis siehst Du, dass alle 3 Portfolios positive Durchschnittsrenditen vorweisen.

Als Anleger hast Du mit Portfolio 3 jedoch nicht die "mentale Belastung", die Verlustjahre aushalten zu müssen. Zudem erzielst Du unter dem Strich eine höhere Gesamtrendite durch das Vermeiden der Verluste, obwohl Du dies auf Kosten eines Verzichtes der höchsten Jahresrenditen erreichst.


Weitere Informationen zum Begriff der Diversifikation findest Du auch auf der Website von P2PGame.


Als Fazit der Arbeit von Markowitz läßt sich eindeutig wissenschaftlich belegen, dass eine Aufteilung Deiner Anlagen auf mehrere Anlageklassen zu einer Vermeidung größerer Verluste und somit zu einer verbesserten Gesamtrendite führt.



Die Theorie von Ben Graham

Benjamin Graham, der Mentor und Lehrer von Investment-Legende Warren Buffett, unterscheidet in seinem Werk "intelligent investieren" zwischen einer Kapitalanlage und einer Spekulation.


Eine Kapitalanlage liegt vor, wenn nach gründlicher Analyse der Sicherheit des eingesetzten Kapitals ein angemessener Gewinn erzielt wird. Sind diese Kriterien nicht erfüllt, handelt es sich nach Graham um eine Spekulation.

Eine Investition ist eine Transaktion, die nach eingehender Analyse Kapitalschutz und eine angemessene Rendite verspricht - Benjamin Graham

Weitere motivierende Sprüche und intelligente Zitate zum Thema Trading und Erfolg findest Du hier.


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Die Quintessenz

Das Credo von Graham besteht darin, seine Verluste, welche unweigerlich bei Investitionen auch mal entstehen, zu minimieren.


Daher besteht in seiner Gedankenwelt lediglich die Kapitalanlage; eine Spekulation verbietet sich aus Gründen des erhöhten Risikos und dem damit verbundenen Verlust an Kapital.


Ausgehend von dieser Überlegung empfiehlt er eine Mischung zweier Anlageklassen, nämlich Aktien und Anleihen. Hierbei kann das Verhältnis von

Anleihen : Aktien

zwischen

25 : 75 und 50 : 50

variieren, je nach der Risikoaffinität des Anlegers. Je höher die Bereitschaft des Anlegers zum Risiko ist, desto höher sollte der Anteil an Aktien sein.

Die Wissenschaft und die Praxis sind sich einig

Graham kommt also im Ergebnis zu dem gleichen Schluss wie Markowitz: Alle Eier in einen Korb zu legen ist für den durchschnittlichen Privatanleger zu gefährlich und nicht empfehlenswert.



Wie Geld investieren? Mögliche Anlagestrategien

Daher Du nun als Anleger hoffentlich von der Sinnhaftigkeit der Risikostreuung auf verschiedene Assetklassen überzeugt bist, stellt sich nun als nächstes die Frage nach der praktischen Umsetzung.

Wie kannst Du die Diversifikation (Aufteilung der Investitionssumme auf verschiedene Anlageklassen) sinnvoll umsetzen?

Eine mögliche Aufteilung in der Praxis

Zunächst solltest Du Dir Gedanken darüber machen, ob Du 100 % Deiner Ersparnisse anlegen möchtest? Die Antwort auf diese Frage kann eigentlich nur Nein lauten, denn im Laufe Deines Lebens wird es immer mal wieder (Geld-)Engpässe geben.

Für solche Zeiten solltest Du zunächst etwas Geld zur Seite legen und es als Risikopuffer betrachten, nicht als Investition. Hier, und ich betone nur hier, kommen durchaus Tagesgeld und Festgeld (mit kurzer Laufzeit) zum sinnvollen Einsatz.

Einen Teil für Rendite und einen für Sicherheit

Den Teil Deines Geldes, den Du nun tatsächlich langfristig anlegen möchtest und auch kannst, solltest Du nun diversifizieren, und zwar im Minimum aufgeteilt in einen Teil für Rendite und einen Teil für Sicherheit.

1. Der Teil für Rendite

Analog zu Graham führt in meinen Augen kein Weg an Aktien vorbei. Den Teil Deiner Ersparnisse, der also für die Rendite sorgen soll, sollte in Aktien investiert werden.

Hier solltest Du entweder in Fonds investieren (die sind gemäß ihrer Natur breit gestreut) oder Dein Geld auf mindestens 10 verschiedene Einzelaktien verteilen, wenn Du selbst Stockpicking betreiben möchtest.

Ich habe mit beiden Varianten gute Ergebnisse erzielt. Meine Lieblingsaktien stelle ich hier vor.

2. Der Teil für Sicherheit

Der zweite Teil sorgt in Deinem Depot für Stabilität, wenn die Aktienmärkte mal wieder nach unten rauschen. Daher solltest Du hier auf Anlageklassen zurückgreifen, die im Idealfall nicht mit dem Aktienmarkt korrelieren (nicht gleichzeitig abrauschen).

In meinen Augen bieten sich hier Anleihen und Immobilien an. Über die Möglichkeiten der Investition hast Du ja bei den Definitionen der Anlageklassen bereits einiges gelesen.

Ich persönlich habe auch den ein oder anderen Euro in Immobilienfonds investiert und damit durchaus gute Erfahrungen gesammelt (was die Stabilität betrifft, nicht die Rendite).


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Mit wenig Geld investieren: ETFs

Wenn Du beim anlegen noch am Anfang Deiner Reise stehst und noch nicht über große Beträge verfügst, können ein paar Probleme auftreten. Denn verschiedene Aktien sind dann schlicht zu teuer für Dich.


Der Preis je Aktie liegt aktuell (01 2022) beispielsweise bei:

Um nun trotzdem an diesen Unternehmen partizipieren zu können, gibt es die smarte Variante mit ETFs.

Exchange Traded Funds ETFs

ETFs gehören zur Kategorie Fonds und sind sogenannte spezielle Indexfonds, weil sie die Wertentwicklung eines speziell ausgewählten Index abdecken.

Der Vorteil dieser Indexfonds besteht in:

  • Anteile sind mit kleinsten Beträgen zu erwerben (ab 5 Euro)
  • Ein einzelner ETF streut sein Vermögen auf alle Werte aus dem abgebildeten Index und ist damit automatisch schon breit diversifiziert
  • Durch den passiven Investmentansatz sind ETFs unschlagbar günstig, was die Kosten für Anschaffung und Gebühren betrifft

Im nächsten Teil dieser Serie schreibe ich dann über die Grundlagen von ETFs.

Der Sparplan als Idee

Wenn Du also beispielsweise jeden Monat nur 25 Euro oder 50 Euro anlegen kannst, würde ich Dir zu einem sogenannten Sparplan raten:

Dies ist eine Art "Dauer-Kaufauftrag" für ETFs, welchen Du bequem online bei Deinem Broker einrichten kannst. Du zahlst also den passenden Betrag einfach per Dauerauftrag monatlich auf Dein Depotkonto und Dein Broker kauft automatisch jeden Monat für den Betrag die passende Anzahl ETFs.

Einfacher und smarter geht Vermögensaufbau in meinen Augen nicht.



Zusammenfassung: Die Top 5 Tipps zum Geld investieren


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Folge bei der Geldanlage diesen 5 Top Tipps:

  1. Behalte immer eine Liquiditätsreserve für schlechte Zeiten und Notfälle in der Hinterhand
  2. Streue Deine Investitionen möglichst breit (Fonds & Co.)
  3. Lass Deinen Investitionen Zeit zum wachsen: Der Zinseszinseffekt ist der vielleicht mächtigste Hebel beim Vermögensaufbau
  4. Investiere in Aktien, sie haben von allen Anlageklassen die höchste Rendite
  5. Fange so früh wie möglich mit der Vermögensbildung an: Gute ETFs kannst Du schon mit 25 Euro monatlich besparen


Lernen wir von den Erfolgreichsten

Warren Buffett, der vielleicht größte Investor unserer Zeit, hat über Jahrzente eine durchschnittliche Rendite von ca. 20 % erzielt.


Durch Diversifikation seiner Investments in Aktien und Anleihen. Er hat nie 100 % oder mehr pro Jahr erzielt, wie es manche Trader am neuen Markt schaffen oder geschafft haben.


Er hat jedoch auch nie wirklich signifikante Verluste eingefahren und ist mit dieser Vorgehensweise zum reichsten Mensch auf dieser Erde geworden.


Ich hoffe, dass Du an Hand der aufgeführten Informationen die Grundzüge der Diversifikation und ihre Vorteile erkennst. Nimm Dir ein Beispiel an Warren Buffett und erlange durch eine sinnvolle Aufteilung Deiner Investitionen in verschiedene Anlagen gute Zinsen und Renditen.


Vielleicht interessiert Dich ja jetzt, was langfristig, beispielsweise in 10 Jahren, möglich ist?



Wie es weiter geht ...

Die weiteren Schritte auf dem Weg zum Level-1-Investor findest Du in den folgenden verlinkten Beiträgen:

Schritt 1: Warum selber investieren - Problem der Anlageberater

Schritt 3: ETFs - Grundlagen und Strategien

Schritt 4: Aktien - Welche Werte sind empfehlenswert

Schritt 5: Immobilien - Anlageklassen mit Besonderheiten

Schritt 6: Depot eröffnen - Worauf Du achten solltest

Zum vorherigen Artikel dieser Serie geht es hier, zum nächsten Artikel hier.


Weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Investieren und der Anlage von Geld!

Dein Moneten-Magier

Meine Renditen

Optionshandel

2021:     21,1 %

Rendite Moneten-Magier

ETFs

2021:     7,03 %

Zu den Ergebnissen
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