7 Finanzirrtümer der Mittelschicht: Warum Du Dich selbst um Deine Finanzen kümmern musst

von Dean Gröning

In Deutschland gibt es eine gebildete und "wohlhabende" Mittelschicht.

Diese Mittelschicht besteht aus Freiberuflern und Gewerbetreibenden, Selbständigen und leitenden Angestellten. Gut ausgebildete Menschen, oftmals Akademiker, die man als intelligent und smart einstufen darf.

Erstaunlicher Weise hat jedoch gerade diese Mittelschicht häufig finanzielle Probleme: Keine ausreichende Altersvorsorge, hohe Steuerlasten, überteuertes Eigenheim, kaum liquide Mittel etc.

Obwohl sie hart arbeitet und gutes Geld verdient.

Die Finanzirrtümer der Mittelschicht sind der Grund für diese Misere.

Denn trotz ihrer guten Ausbildung besitzt die Mittelschicht kein gutes Finanzwissen. Und kümmert sich demzufolge auch nicht ausreichend um ihre eigenen Finanzen.

Was Du in diesem Artikel lernen kannst

Du lernst die verschiedenen Gründe (Finanzirrtümer) kennen, welche Menschen davon abhält, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern und Vermögen aufzubauen.

Vielleicht erkennst Du Dich auch selbst in dem ein oder anderen Fall wieder. Das tut vielleicht weh, ist aber sehr gut:

Denn nur, wenn Du es erkennst, kannst Du es auch ändern!

Der passive Investor: Teil 1 / 6

Dies ist der Start zur sechs-teiligen Beitragsserie Der passive Investor. Diese Serie verschafft Dir einen Überblick über die Grundlagen der Finanzen und der Geldanlage und ist der perfekte Einstieg in die Thematik.

Eine Übersicht über die komplette Serie findest Du am Ende dieses Beitrages.


Inhaltsverzeichnis

Von welchen Finanzen sprechen wir hier überhaupt?

Die 7 Finanzirrtümer der Mittelschicht

  1. Da müsste ich mich mal mit beschäftigen ...
  2. Mein Partner regelt meine/unsere Finanzen
  3. Darum kümmert sich mein Banker/Finanzberater
  4. Ich würde mich ja drum kümmern, ...
  5. Unsere Wohnung/unser Haus ist unsere Geldanlage
  6. Ich habe mein Geld doch sicher investiert
  7. Der sichere Hafen: Die Kapitallebensversicherung

Wie kannst Du nun Vermögen aufbauen?



Von welchen Finanzen sprechen wir hier überhaupt?

Die wichtigste Botschaft für Dich gleich vorweg:

Du musst Dich selbst um Deine eigenen Finanzen kümmern!

Doch was ist überhaupt unter dem Begriff "Finanzen" zu verstehen? Die Auswahl der passenden Bank? Der Kredit mit dem niedrigsten Zinssatz? Das beste Leasingangebot für das Auto?

Im Grunde genommen sind Deine finanziellen Angelegenheiten sehr einfach zu erfassen und in die folgenden 3 Kategorien aufzuteilen:

  1. Du brauchst einen Überblick über all Deine Geldströme (Ein- und Auszahlungen)
  2. Du sorgst für Einzahlungen > Auszahlungen und generierst dadurch Guthaben
  3. Du investierst dieses Guthaben rentabel (gewinnbringend)

Du siehst: Sich um Deine Finanzen zu kümmern ist gar nicht so kompliziert. Schauen wir uns die drei Punkte etwas genauer an.

1. Überblick über Deine Geldströme

Was passiert jeden Monat auf Deinem Konto?

Zunächst musst Du im Überblick haben, wie Deine monatlichen Zahlungsströme verlaufen. Also, was hast Du in Summe an Geldeingängen und was hast Du in Summe an Geldabgängen.

Hierüber verschaffst Du Dir am besten einen Überblick mit einem Haushaltsbuch. Klingt nicht sexy, ist aber ungemein lehr- und hilfreich!

Nimm Dir also die Kontoauszüge des letzten Jahres und erstelle für jeden Monat eine Liste aller Ein- und Auszahlungen. Addiere beide Spalten zusammen (Summe Einzahlungen und Summe Auszahlungen) und ermittle so, wie Dein jeweiliges Monatsergebnis aussieht.

Gute elektronische Hilfestellungen liefern Dir hierbei z.B. die Apps Money Manager oder Monefy.

2. Einzahlungen > Auszahlungen

Wenn Du von Deinen monatlichen Einzahlungen die Auszahlungen subtrahierst, erhältst Du im Ergebnis den Betrag, der Dir zur freien Verfügung steht.

Sollte dieser Betrag aktuell noch negativ sein (Du hast mehr Auszahlungen als Einzahlungen), dann schau Dir alle Deine Auszahlungen an und kürze die überflüssigen solange, bis die Einzahlungen die Auszahlungen übersteigen.

Fällt der Betrag positiv aus, kannst Du dieses Geld jetzt für Verschiedenes verwenden: Du kannst es ausgeben oder für zukünftige Anschaffungen zur Seite legen. Mit anderen Worten: Du generierst Guthaben.

3. Guthaben rentabel investieren

Der dritte Aspekt, um den Du Dich kümmern musst, ist die Geldanlage an sich. Also die Antwort auf die Fragestellung: Wie sollst Du Dein Geld investieren, damit es eine möglichst hohe Rendite bringt?

Jede gute Investition sorgt dafür, dass Dein Geld anfängt, mehr Geld für Dich zu verdienen. Ohne, dass Du dafür mehr arbeiten musst. Dieses Geld kannst Du dann wiederum investieren, damit es noch mehr Geld für Dich verdient usw.

Du erkennst, einmal ins Leben gerufen, fängt dieser Kreislauf an, sich ständig selbst zu verstärken. Ab dem Moment hast Du richtig Spaß mit Deinen Finanzen.



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Die 7 Finanzirrtümer der Mittelschicht

Im Folgenden stell ich Dir die 7 Finanzirrtümer vor, denen tatsächlich viele Menschen unterliegen. Finanzirrtümer, die sie davon abhalten, sich mit ihren eigenen Finanzen zu beschäftigen; die sie davon abhalten, ihre Finanzen zu optimieren und eigenes Vermögen aufzubauen.



1. Da müsste ich mich mal mit beschäftigen ...

Sind wir mal ehrlich: Bis hierhin ist das doch nicht zu viel verlangt und auch nicht besonders kompliziert: Ein- und Auszahlungen checken, Auszahlungen optimieren und den Überschuß gewinnbringend anlegen.

Warum haben trotzdem so viele Menschen ihre Finanzen "nicht im Griff", ja sogar richtige finanzielle Probleme?

Das Problem der fehlenden Dringlichkeit

Meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es ein paar signifikante Gründe

  1. Es gibt dafür keinen Druck von außen
  2. Die Konsequenzen sind nicht klar
  3. Wenn ich das morgen mache, ist es auch o.k.

Vielleicht findest Du Dich ja in einem dieser Gründe auch wieder?

Heute ist der beste Tag, sicht dem Thema Finanzen zu widmen

Niemand auf der Welt wird Dich dazu zwingen, ein Haushaltsbuch zu führen. Niemand schreibt Dir vor, dass Du > 10 Prozent Deiner Einkünfte sparen sollst. Wenn Du es nicht tust, was passiert dann? Genau, gar nichts.

Es gibt keinen Druck von außen. Lediglich das Geld ist immer knapp.

In der Psychologie gibt es sogar ein Modell, welches dieses Verhalten erklärt:

Das Modell des Konsequenzsummenspiels zeigt, warum Du bisher - wie so viele andere Menschen auch - Dich nicht damit beschäftigt hast.


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Wenn Du jetzt Geld ausgibst, hast Du sofort Spaß, Deine Bedürfnisse werden jetzt befriedigt usw. Das ist fast immer ein stärker Antrieb als der vernünftige Gedanke, für die Zukunft vorzusorgen. Die kurzfristig positiven Folgen überwiegen die langfristig negativen Folgen.

Um eine Verhaltensänderung einzuleiten ist es sinnvoll, dass die kurzfristig negativen Folgen die kurzfristig positiven Folgen überwiegen.

Erhöhe die kurzfristig negativen Folgen Deines Verhaltens

Ein Beispiel: Bei jeder Ausgabe stelle ich mir die Frage, was mir das Geld in den nächsten 10 Jahren bringen würde. Ich möchte mir ein iPhone für 1.000 Euro kaufen.

Dann überlege ich mir, was mich dieses iPhone wirklich kostet: Wenn ich die 1.000 Euro mit 10 % Zinsen für die nächsten 10 Jahre anlegen würde, käme ich auf 2.594 Euro.

Das ist selbst mir - dem eingeschworenen Apple-Junkie - zu teuer. Ich schaue mir dann günstigere Angebote an und habe ein gutes Gefühl dabei. Mein Verhalten ändert sich.

Zeit ist ein wichtiger Faktor

Vielleicht verhilft Dir schon das Verständnis aus diesem Modell dazu, Dich ab sofort selbst mit der Geldanlage Deiner Ersparnisse zu beschäftigen.

Denn eins sollte Dir absolut klar sein:

Je früher Du anfängst, desto einfacher ist es und umso besser fallen Deine Ergebnisse aus

Hast Du 30 Jahre Zeit, für Deinen Ruhestand vorzusorgen, ist das viel entspannter und einfacher, als wenn Du nur noch 5 Jahre zur Verfügung hast.

Fazit: Die Aufschieberitis, die fehlenden Konsequenzen und die fehlenden kurzfristigen negativen Folgen sorgen dafür, dass viele Menschen zwar im Kopf haben, etwas tun zu müssen, es jedoch dann nicht tun, sondern einfach weiter vor sich herschieben.



2. Mein Partner regelt meine/unsere Finanzen

Wenn Du eine Frau bist, ist dieser Abschnitt speziell für Dich. Ich formuliere es so einfach wie möglich:

Solltest Du tatsächlich in der Situation leben, dass sich Dein Mann/Partner um Eure Finanzen kümmert, dann ändere diese Situation!

Als Frau hast Du es in der heutigen Welt nicht leicht: Du wirst für die gleiche Arbeit oftmals schlechter bezahlt als ein Mann und viele Positionen werden tendenziell immer nocht öfter mit Männern besetzt als mit Frauen.

Außerdem fehlen im Falle von Kindern Frauen oftmals Berufsjahre mit den dazugehörigen Einkünften. Das sind per se schon mal schlechte Voraussetzungen, um Vermögen aufzubauen.

Die alles entscheidende Entscheidung

Übergibst Du dann jedoch auch noch privat das Steuerrad an (D)einen Mann, ist dies die Basis einer finanziellen Abhängigkeit.

Und was passiert, wenn aus "uns" irgendwann mal wieder "Ich und Du" werden sollte?

Ich wünsche das Niemandem. Eine Beziehung solltest Du in meinen Augen jedoch aus romantischen Gründen pflegen und nicht aus finanziellen Notwendigkeiten.

Mir persönlich gefällt der Umstand, eine Frau als Partnerin zu haben, die ihre Finanzen selbst gut im Griff hat. Wir können uns auf Augenhöhe über dieses Thema unterhalten und haben beide den finanziellen Freiraum, unser gemeinsames Leben so zu gestalten, wie wir es uns vorstellen.

Fazit: Es ist vielleicht einfach, die Regelung der Finanzen an seinen Partner abzugeben. Aber es ist keine gute Entscheidung.



3. Darum kümmert sich mein Banker/Finanzberater

Vielleicht hast Du die Aufgabe "um Deine Finanzen kümmern" an einen Dritten übertragen und Dein Bankberater regelt Deine Finanzen.

Nun, tut er nicht! Zumindest nicht zu Deinem Vorteil.

Die Erklärung aus der Wissenschaft

In der Wirtschaftstheorie gibt es dafür sogar eine wissenschaftliche Erklärung in Form der Prizipal-Agenten-Theorie.

Diese sagt stark vereinfacht aus, dass Dein Banker einem Interessenkonflikt unterliegt: Soll er Dir die Geldanlage mit der besten Rendite und dem geringsten Risiko für Dich empfehlen oder die mit der höchsten Provision für ihn selbst oder die Bank?


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Wie soll Jemand, der aus der Natur der Sache heraus in solch einem Interessenkonflikt steckt, dafür Sorgen, dass Deine Geldanlage in ein paar Jahren so viele Euro abwirft, dass Du als Anleger glücklich und ggf. finanziell unabhängig bist?

Fazit: Es schadet nicht, sich den Ratschlag eines Finanzberaters einzuholen. Aber die Entscheidungen solltest immer noch Du selbst treffen. Es geht um Deine finanzielle Zukunft, nicht um seine.



4. Ich würde mich ja drum kümmern, ...

... weiß aber nicht, wie es geht! Mit dieser Problematik bist Du nicht alleine: Meiner persönlichen Erfahrung nach ist dies das Hauptproblem vieler intelligenter und hart arbeitender Menschen.

Zunächst an dieser Stelle vielen Dank für Deine Ehrlichkeit! Sich die eigenen Grenzen einzugestehen ist ein unschöner Vorgang, der viel Stärke erfordert, jedoch auch mental super befreiend wirkt.

Und hier die gute Nachricht:

Geld anlegen ist wie Fahrrad fahren. Das kannst Du ganz einfach lernen!

Wie Du Deine Geldströme steuern und optimieren und die Überschüsse ganz einfach in ETFs sicher und rentabel anlegen kannst, all das kannst Du hier schnell lernen.

Im Grund genommen kannst Du Vermögensaufbau auf diese zwei Prinzipien verdichten:

  1. Gib jeden Monat weniger aus als Du einnimmst und
  2. Investiere den Überschuss gewinnbringend und sicher

Wenn Du diese zwei einfachen Prinzipien langfristig, das bedeutet über Jahre, befolgst, wirst Du mehr Geld zur Verfügung haben, als Du Dir vorstellen kannst.

Klingt das kompliziert oder unmöglich?

Fazit: Du musst kein Finanzprofi oder Börsenexperte werden, um Deine finanziellen Verhältnisse zu optimieren. Ein paar leicht zu erlernende Regeln und Prinzipien umgesetzt, wird sich auch bei Dir schnell eine positive Veränderung einstellen.



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5. Unsere Wohnung/unser Haus ist unsere Geldanlage

Viele Menschen glauben, dass die selbst genutzte Immobilie als Altersvorsorge sinnvoll ist und/oder sogar ausreicht.

Robert Kiyosaki hat es wundervoll auf englisch wie folgt ausgedrückt:

Your house is not an asset!

Eine gerade in Deutschland kontrovers diskutierte Fragestellung behandelt das Thema, ob eine Geldanlage in Immobilien sinnvoll ist oder nicht.

Vor allem durch die Medien und Banken wird uns ja immer wieder erzählt, dass die eigenen vier Wände die beste Altersvorsorge sind, dass es nichts solideres als Betongold gibt oder das Immobilien im Wert steigen und eine gute Rendite abwerfen.

Warum Immobilien als Investition ungeeignet sind

Ich vertrete die Meinung, dass eine Investition in Immobilien keine gute Geldanlage darstellt. Die Hintergründe und Beweise für diese Aussage habe ich Dir in diesem extra Beitrag aufbereitet.

Hier möchte ich Dir lediglich die folgende Frage stellen:

Kostet Dich Deine Immobilie Geld oder bringt sie Dir Geld ein?

Anhand der Antwort bekommst Du schon eine erste Idee, warum das eigene Heim keine gute Geldanlage für das Alter oder den Vermögensaufbau abgibt.

Fazit: Gerade in der Mittelschicht wird auf Eigentum sehr großen Wert gelegt. Oftmals auch ein bisschen größer und damit auch teurer, als das eigene Portemonnaie es zulässt. Die 30-Jahre-langfrist-Finanzierung lässt die monatliche Belastung ja auch erträglich erscheinen. Es bleibt der einfache Fakt: Die selbstbewohnte Immobilie ist keine Geldanlage!



6. Ich habe mein Geld doch sicher investiert

Kommen wir zu meinem persönlichen Lieblingsthema.

Du bist hoffentlich beruflich erfolgreich, hast ein gutes Einkommen und legst jeden Monat/jedes Jahr einige Euro aufs Sparbuch. Für den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge.

So weit, so gut. Hier das Problem:

Das Sparbuch vernichtet Deine Ersparnisse durch quasi "Null" Prozent Zinsen und Inflation

Weiter oben hast Du gelernt, dass Du Deine Ersparnisse gewinnbringend anlegen sollst.

Als Anleger hast Du Dich entschieden, Dein Geld auf ein Sparbuch oder Festgeldkonto einzuzahlen. Vielleicht, damit es sicher ist. Vielleicht, weil Dir nichts Besseres eingefallen ist.

Egal, aus welchem Grund Du Dich dazu entschieden hast: Bei diesen Anlageformen ist die Verzinsung niedriger als die Inflation.

Ohne an dieser Stelle zu weit ins Detail zu gehen: Aus diesem Grund verlieren Deine Ersparnisse über die Jahre an Kaufkraft und somit an Wert.

Fazit: Ein Sparbuch oder Festgeld vermittelt in der heutigen Zeit den trügerischen Eindruck von Sicherheit für die Einlagen. Real vernichtet es jedoch jedes Jahr einen Teil Deines Geldes und ist als Investition für Deinen Vermögensaufbau ungeeignet.



7. Der sichere Hafen: Die Kapitallebensversicherung

Um Dein Geld nicht selber anlegen zu müssen, hast Du Dich vielleicht dazu entschlossen, eine Kapitallebensversicherung abzuschließen.

Meine eigene Erfahrung mit Versicherungen

Als ich mich nach dem Studium selbständig gemacht habe, habe ich eine solche Versicherung abgeschlossen in dem festen Glauben, damit die perfekte Altersvorsorge gefunden zu haben.

Heute habe ich diese Versicherung nicht mehr und lege mein Geld selber an. Warum?

Was ist eine Kapitallebensversicherung?

Es handelt sich hierbei quasi um einen Sparplan, in den Du in der Regel monatlich einbezahlst. Die Versicherung sammelt diese Einzahlungen und investiert dieses Geld für Dich, um damit möglichst hohe Renditen zu erzielen. Im Fall Deines Todes oder nach Ablauf des Vertrages (z.B. zum 60. Lebensjahr) bekommst Du dann die gesamte Summe ausbezahlt.

Weitere Erläuterungen zum Produkt findest Du auf der Seite der Bafin.

Warum Kapitallebensversicherungen keine Lösung sind

Aus meiner Sicht sprechen zwei Gründe gegen den Abschluss einer Kapitallebensversicherung

  1. die Rendite
  2. die Kosten

Versicherungen können nicht in die Zukunft sehen, genau so wenig wie Du oder ich. Bei Abschluss eines Vertrages wird Dir jedoch eine wahrscheinliche Rendite in Prozent angegeben, die zu erwarten sei. Garantien gibt es natürlich nicht, aber schöne Zahlen.

In meinem Fall war von 7 Prozent die Rede. Erreicht wurden sie in den Jahren nie.

Wenn die Versicherung Dein Geld anlegt, erzielt sie damit Gewinne. Diese Gewinne gehören jedoch nicht vollständig Dir, denn die Versicherung behält zunächst ihre Kosten ein. Die sind meistens fix. Egal, wie hoch der Gewinn ausfällt.

Du bekommst also aus Deiner Versicherung lediglich den Gewinn abzüglich der Kosten der Versicherung ausbezahlt.

Die Versicherung gewinnt immer

Die bekommen ihr Geld immer, Du jedoch nur, wenn die Gewinne hoch genug ausfallen.

Es klingt verlockend, einen Vertrag abzuschließen und am Ende beispielsweise 1.200.000 Euro (wie in meinem Fall) ausbezahlt zu bekommen. Damals noch steuerfrei. Wie oft die prognostizierten Ergebnisse erreicht werden, solltest Du selbst noch mal für Dich prüfen.

Fazit: Jeder Versicherungsvertreter wird Dir vermutlich die Vorzüge seiner Produkte verdeutlichen. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass Du mit einer Kapitallebensversicherung mehr Renditenachteile als Vorteile erhältst. Auch dieses Produkt halte ich für den Vermögensaufbau in der heutigen Zeit für ungeeignet.


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Wie kannst Du nun Vermögen aufbauen?

Der erste Teil dieser kleinen Beitragsserie hat Dich hoffentlich davon überzeugt, dass es ziemlich einfach ist, Dich um Deine Finanzen zu kümmern und das es notwendig ist, dass Du selbst die Verantwortung dafür übernimmst.

Für den Aufbau Deines eigenen Vermögens ist es nun sinnvoll, Dich mit den folgenden Fragen zu beschäftigen:

  • Was ist mein konkretes finanzielles Ziel (wie viel Geld)?
  • Wie viel Geld steht mir schon zur Verfügung und wie viel Geld kann ich jeden Monat zusätzlich sparen?
  • Wie kann ich meine Ein- und Auszahlungen optimieren?
  • In was soll ich mein Geld investieren?

Eine vollständige Anleitung und viele praktische Übungen zu diesen Fragestellungen findest Du im Buch zum Blog.


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Im weiteren Verlauf dieser kostenlosen Beitragsserie geht es jetzt ebenfalls um die Frage, in was Du Dein Geld investieren solltest.




Wie es weiter geht ...

Die weiteren Beiträge zur Serie Der passive Investor habe ich Dir hier verlinkt:

Schritt 2: Anlageklassen - In was sollst Du investieren

Schritt 3: ETFs - Grundlagen und Strategien

Schritt 4: Aktien - Welche Werte sind empfehlenswert

Schritt 5: Immobilien - Anlageklassen mit Besonderheiten

Schritt 6: Depot eröffnen - Worauf Du achten solltest

Zum nächsten Artikel dieser Serie geht es hier.


In diesem Sinne viel Spaß beim lesen, lernen und erfolgreichen Investieren!

Dein Moneten-Magier

Finanz-Tipps

Schließe Dich über 2.000+ Privatanlegern an, die regelmässig die neuesten Beiträge über Vermögensaufbau und Optionshandel erhalten. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Ich bin überzeugt davon, dass sich Geld, Renditen, Kapitalismus und Werte nicht gegenseitig ausschließen.

Im Gegenteil: Geld richtig eingesetzt führt dazu, dass unser aller Leben besser und schöner wird.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand - Charles Darwin

Wir haben nur diese eine Erde, sie ist unser aller Zuhause. Und unser Zuhause sollte sauber und intakt sein, damit wir dort gesund und glücklich leben können.

Deshalb unterstützt der Moneten-Magier Plant for the Planet.

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