Finanzen aus philosophischer Sicht: Die unbeliebte Wahrheit

VON DEAN GRÖNING

Vermutlich ist dies mein Blog-Beitrag, den Du am wenigsten lieben wirst. Weil Du die Inhalte nicht hören möchtest.

Dafür ist es vielleicht der ehrlichste Beitrag, den ich schreiben kann.

Geld ist emotional: Geht es um unsere Finanzen, übernehmen oft unsere Gefühle die Führung. Und wir bewegen uns irgendwo zwischen Gier und Scham, Verlustängsten oder Mangelgefühlen.

Die Finanzindustrie weiß um dieses (emotionale) Dilemma und bietet uns mit perfekt darauf abgestimmten Marketingbotschaften ihre Produkte an.

Betrachtest Du Deine Finanzen aus philosophischer Sicht, kannst Du jedoch ganz schnell und einfach mit logischem Menschenverstand erkennen, ob Du finanziell auf dem richtigen oder auf dem "Holzweg" bist.

Was Du in diesem Artikel lernen kannst

In diesem Beitrag möchte ich Dir zeigen, was Du tun kannst (und was nicht), um sinnvoll und nachhaltig ein Vermögen aufzubauen.

Damit Du bei Deinen Finanzen die Kontrolle behältst oder zurückgewinnst. Damit Du nicht mit falschen Vorstellungen loslegst und enttäuscht wirst, sondern von Anfang an realistische Ziele verfolgen und den Spaß auf dem Weg zur Erreichung genießen kannst.

Denn Geld ist tatsächlich emotional. Und es kann so positiv sein ...


Inhaltsverzeichnis

Das Gesetz von Saat & Ernte

Deine Finanzen aus philosophischer Sicht

Das Märchen vom passiven Einkommen



Das Gesetz von Saat & Ernte

Im Endeffekt kannst Du vieles, was Du über Finanzen wissen musst, philosophisch aus dem Naturgesetzt von Saat & Ernte ableiten.

Es handelt sich dabei übrigens - wie der Name schon andeutet - um ein Gesetz und keine Regel. Der Unterschied ist einfach: Regeln haben Ausnahmen. Gesetze nicht.

Das Gesetz wird also auch für Dich zutreffen.

Betrachten wir gemeinsam zunächst das Bild und leiten daraus die wichtigsten Grundsätze bzw. Erkenntnisse ab.


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Das Gesetz von Saat & Ernte ist Dir wohl bekannt. Es handelt sich hierbei um ein Naturgesetz, welches ähnlich wie die Erdanziehungskraft oder der Verlauf der Planeten naturwissenschaftlichen Prinzipien folgt, welche wir (leider oder glücklicher weise) nicht verändern, dafür aber akzeptieren dürfen:

Zum Start darfst Du die Saat ausbringen. Anschließend darfst Du sie pflegen und nach einiger Zeit den Ertrag Deiner Bemühungen in Form einer Ernte einbringen

Was kannst Du jetzt aus diesem Bild lernen?

Es lassen sich daraus die folgenden Erkenntnisse ableiten:

Wir ernten was wir säen

Die erste Erkenntnis lautet: Wir ernten, was wir säen.

Diese Erkenntnis bekommt vielleicht bei genauerem hinsehen einen bitteren Beigeschmack, denn sie bedeutet ebenfalls:

Wer keine Saat ausbringt, wird auch keine Ernte einfahren können

Und wer als Saat Spinat ausbringt, wird auch Spinat ernten. Ganz bestimmt jedoch keinen Wirsing oder leckere Erdbeeren.

Keine Ernte ohne Mühe und Pflege

Die zweite Erkenntnis lautet: Keine Ernte ohne Mühe und Pflege.

Wenn Du im Frühjahr einfach ein paar Samenkörner im Garten verstreust, wirst Du im Herbst keine beeindruckende Ernte einfahren

Um eine reiche Ernte einfahren zu können, bedarf es einiger Mühe und Pflege:

Du darfst zunächst den Boden vorbereiten (pflügen, Unkraut entfernen).

Ist die Saat erst einmal eingebracht, darfst Du beispielsweise für ausreichende Bewässerung und Schutz vor Parasiten oder anderen schädlichen Einflüssen sorgen.

Überlässt Du die Saat die ganze Zeit über sich selbst, wird der Lauf der Dinge sich verändern: Räuber (Vögel etc.) werden Deine Saat fressen, Unkraut wird sich breit machen und Deinen Pflanzen Lebensraum streitig machen.

Es geht nicht schnell

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus diesem Beispiel ist der Fakt:

Es geht nicht schnell!

Mit den oben beschriebenen Massnahmen hast Du die Voraussetzungen für eine reiche Ernte geschaffen.

Der Rest liegt nicht mehr in Deiner Hand. Jetzt darfst Du Mutter Natur vertrauen und den Dingen ihren natürlichen Verlauf zugestehen.

Der wichtigste Aspekt für eine gute Ernte ist ausreichende Zeit für das Wachstum der Pflanzen

Es dauert halt seine Zeit, bis aus einem Samenkorn eine Pflanze wird, die Du verwerten kannst.

Je länger Du der Pflanze Zeit gibst, um wachsen und ihr Potential entfalten zu können, desto größer wird Dein Ertrag sein.

Und: Pflanzen wachsen auch nicht schneller, wenn Du an ihnen ziehst!



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Deine Finanzen aus philosophischer Sicht

Du hast nun die allgemeinen Erkenntnisse aus dem Gesetz von Saat & Ernte kennen gelernt.

Nun übertragen wir diese auf Deine Finanzen und schauen, wie sie auf Deinen Vermögensaufbau wirken.

Wir ernten was wir säen

Die allgemeine Erkenntnis aus dem Bild lautete:

Wer keine Saat ausbringt, kann auch keine Ernte einfahren.

Bezogen auf Deine Finanzen und Deinen Vermögensaufbau bedeutet dies analog:

Wenn Du Dich nicht um Deine Finanzen kümmerst, werden sie auch keine reichen Erträge abwerfen

Was bedeutet nun "kümmern" in diesem Zusammenhang? Hier ein paar wichtige Voraussetzungen für Vermögensaufbau:

  • Wenn Du kein grundlegendes Finanzwissen hast, kannst Du keine sinnvollen finanziellen Entscheidungen treffen
  • Wenn Du nichts sparst, kannst Du auch nichts investieren
  • Wenn Du beim investieren nicht die Grundregeln für Investitionen beachtest, werden Deine Investitionen keine Erträge abwerfen

Was Du hieraus als keylearning mitnehmen kannst:

Kümmere Dich um Deine Finanzen und sie werden sich wie gewünscht entwickeln. Je mehr Aufmerksamkeit Du ihnen schenken wirst, desto erfreulicher wird die Entwicklung sein

Und umso größer ist der Spaß bei der Sache.

Keine Ernte ohne Mühe und Pflege

In einem meiner Lieblingsfilme, Wallstreet, gibt Michael Douglas, der den Börsenhai Gordon Gekko spielt, folgendes zum Besten:

"Geld ist eine Hure, die niemals schläft und Sie ist eifersüchtig. Wenn Du nicht sehr gut auf Sie achtest, wirst Du eines morgens aufwachen uns Sie ist für immer verschwunden"

Natürlich ist dies ein reißerisches Zitat, welches aus Hollywood kommt. Im Kern der Sache finden wir jedoch wiederum eine Wahrheit.

Genau, wie die Saat die pflegende und teilweise schützende Hand des Gärtners oder Landwirtes benötigt, brauchen Deine Ersparnisse die pflegende und schützende Hand eines intelligenten Investors.

Sonst sind auch Deine Ersparnisse irgendwann für immer verschwunden.

Das bedeutet jetzt nicht, dass Du wie ein Gordon Gekko jeden Tag Börsengeschäfte erledigen sollst.

Aber Du tust gut daran, Dein Vermögen ebenfalls zu pflegen und zu schützen:

  • Welche Investitionsmöglichkeit bringt welchen Ertrag?
  • Wie hoch sind die Risiken eines Verlustes?
  • Was gilt steuerlich zu beachten?
  • Wie sind die Gebühren?
  • Welchen Schutz vor Inflation hast Du für Dein Vermögen installiert?
  • Was ist bei veränderten Marktbedingungen zu tun?

Dies sind nur einige Fragen, die Du für Dich klären und beantworten solltest.

Dein mögliches keylearning hieraus möchte ich wie folgt formulieren:

Sind die Voraussetzungen für erfolgreichen Vermögensaufbau einmal geschaffen, hast Du nicht mehr viel zu tun. Aber in regelmässigen Abständen (vielleicht einmal pro Monat) darfst Du immer wieder einen kritisch-prüfenden Blick auf alles werfen und ggf. adjustieren.

Es geht nicht schnell

Analog zum Ackerbau ist die wohl wichtigste Erkenntnis in Sachen Vermögensaufbau: Es geht nicht schnell.

Vermögensaufbau ist ein Marathon, kein Sprint

Ich kann Dir zwar in wenigen Wochen beibringen, was Du wissen musst, um Deine Finanzen zu ordnen und ein Vermögen aufzubauen.

Die Umsetzung und Anwendung dieses Wissens wird jedoch (lange) andauern und Jahre, im Idealfall sogar den Rest Deines Lebens in Anspruch nehmen:

Du investierst Dein Geld (Bringst die Saat aus), bewässerst und düngst (Lässt Gewinne laufen, begrenzt Verluste) und kannst nach einer Zeit des Wartens die Ernte (Rendite) einbringen.

Um Vermögen aufzubauen bedarf es neben der Pflege Deiner Finanzen vor allem viel Zeit.

Der Zinseszinseffekt ist einer der größten Hebel beim Vermögensaufbau und der wirkt umso stärker, je länger das Geld investiert bleibt.

Es gibt auch keine Abkürzung auf diesem Weg. Analog zu Deiner Saat: Denn die Pflanzen wachsen ja auch nicht schneller, wenn Du an Ihnen ziehst (größere Risiken eingehtst, aktiver handelst usw.).

Die großen Vermögen dieser Welt, die im Rahmen eines Lebens aufgebaut wurden, sind auch nicht über Nacht entstanden. Menschen wie Bill Gates oder Warren Buffett haben Jahrzehnte Ihres Lebens damit verbracht, sich das Vermögen zu erarbeiten, welches sie heute besitzen.

Was Du also als keylearning mitnehmen darfst:

Schaffe die Voraussetzungen für Vermögensaufbau und dann übe Dich in Geduld: Lass den Zinseszinseffekt seine volle Wirkung entfalten

Abschließend möchte ich mit Dir noch ein paar Gedanken teilen, die mir am Herzen liegen und thematisch ebenfalls in diese Auflistung gehören.


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Das Märchen vom passiven Einkommen

Gefühlt erzählt die Hälfte der Finanzindustrie Dir von den tollen Vorteilen eines passiven Einkommens (Ich ertappe mich übrigens selbst auch dabei):

Du hast so viel Geld auf dem Konto, dass Du von den Kapitalerträgen gut leben kannst, ohne weiterhin einer Beschäftigung (Job, Geschäft) nachgehen zu müssen

Soweit, so gut; betrachten wir auch dieses Finanzmärchen aus philosophisch-naturwissenschaftlicher Sicht.

Das Newtonpendel


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Das Bild zeigt Dir ein klassisches Newtonpendel, welches auf vielen Bürotischen dieser Welt anzutreffen und Dir vermutlich bekannt ist:

Es funktioniert wie folgt:

Die äußere Kugel klackt auf die anderen Kugeln, die Energie des Aufpralls wird durch alle Kugeln weitergeleitet und die letzte Kugel schwingt vor und zurück und der Prozess wiederholt sich gefühlt unendlich viele Male.

Betrachten wir nun jedoch die Feinheiten dieses Modells:

Energie zum Auftakt

Der wichtigste Aspekt ist der: Das Modell bedarf einer Energie von außen, damit es überhaupt losgehen kann.

Einfach gesprochen: Du ziehst mit Deinen Fingern manuell die erste Kugel weg und lässt sie los. Anschließend läuft alles wie von allein.

Nutzen wir dieses Model als Analogie für Deine Finanzen:

Hast Du erstmal ein Vermögen aufgebaut, kannst Du tatsächlich wunderbar (passiv) von den Kapitalerträgen leben, ohne weiterhin einer regelmässigen Beschäftigung nachgehen zu müssen

Wo kommt in Deinen Finanzen aber nun die Energie von außen, das zurückziehen der Kugeln her? Anders ausgedrückt: Wo kommt das Vermögen her, von dessen Erträgen Du passiv leben möchtest?

Es gibt wenige Möglichkeiten, Vermögen aufzubauen:

  1. Durch Heirat aus finanziellen Gründen
  2. Durch Erbschaft
  3. Durch sparen und klugen Vermögensaufbau

Die erste Möglichkeit kommt für mich nicht in Betracht. Mein Herz ist mir wichtiger als mein Geldbeutel. Auf die zweite Variante habe ich mich "beworben", meine Eltern sind auch alles mögliche, aber leider nicht vermögend. Klappt also auch nicht.

Bleibt demnach nur die dritte Variante:

Ich verdiene Geld, gebe weniger aus, als ich einnehme und investiere die Differenz sinnvoll und breitgestreut in Aktien und Wertpapiere.

Ich empfinde das nicht als schlimm. Im Gegenteil: Geld verdienen bereitet mir Freude und das Investieren sogar noch mehr.

Aber eins ist es garantiert nicht: Passiv!

In meinen Augen gibt es kein passives Einkommen. Du musst nämlich zunächst ziemlich aktiv sein, um das passende Vermögen aufzubauen.

Energieverlust durch Reibung

Der zweite Aspekt des Newtonpendel ist nicht minder spannend:

Die Bewegung der Kugeln läuft gefühlt unendlich, in Wahrheit jedoch erzeugt jeder Vorgang ein bisschen Reibungswiderstand und das Klackern der Kugeln erlischt mit der Zeit. Es dauert halt nur sehr lange.

Andernfalls würde Energie aus dem Nichts entstehen, was nicht möglich ist. Schon wieder so ein Naturgesetz :-)

Legen wir nun dieses Phänomen ebenfalls auf Deine Finanzen und Deinen Vermögensaufbau um:

Solltest Du bereits ein (großes oder auch ein kleines) Vermögen Dein eigen nennen, musst Du Dich auch darum kümmern

Das bedeutet nicht, dass Du jeden Tag Börsenkurse checken und mit Deinen Finanzberatern telefonieren musst.

Das bedeutet aber, dass Du Dich zumindest um die groben Eckpfeiler Deiner Investments kümmern darfst (In welche Anlageklassen investiere ich, welches Risiko gehe ich ein etc.) und regelmässig (einmal im Monat) einen kurzen prüfenden Blick auf Dein Vermögen wirfst.

Sonst sorgt der Reibungswiderstand (veränderte Marktsituationen, Steuern, Gebühren etc.) irgendwann dafür, dass es verschwindet oder aufhört zu wachsen.

Das ist jetzt auch keine Arbeitsaufgabe, die Dich eine Woche Zeit kostet, aber eins ist es erneut mit Sicherheit nicht: Passiv.



Ich hoffe, dass Dich dieser Artikel nicht abschreckt und Du zu dem Schluss kommst: Ist mir zu aufwendig, zu kompliziert und klappt eh nicht.

Meine Hoffnung besteht darin, dass Du erkennst, was (wie wenig) zu tun ist, um ein eigenes Vermögen aufzubauen und sich an dem Wachstum erfreuen zu können.

Wenn ich Dir dabei helfen kann, freu ich mich sehr. In diesem Sinne wünsche ich Dir die richtigen Gedanken, einen guten Start und vor allem Geduld und Ruhe. Dann kommen die Renditen quasi wie von alleine ...

Dein Moneten-Magier

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